AMD Aktie: Analysten optimistisch
Mehrere US-Häuser heben ihre Kursziele für AMD an und verweisen vor allem auf die wachsende Bedeutung des KI-Geschäfts im Rechenzentrum. Die Aktie legte in den vergangenen Tagen deutlich zu, während die Erwartungen an Umsatz- und Gewinnwachstum bis in die zweite Hälfte des Jahrzehnts steigen.
Der Markt bewertet AMD inzwischen klar als Wachstumswert – entsprechend hoch ist der Druck, die ambitionierten Ziele zu untermauern.
Deutlich höhere Kursziele
Am deutlichsten wird Wells Fargo. Analyst Aaron Rakers bestätigt seine Einstufung „Overweight“ und setzt das Kursziel auf 345 US‑Dollar. Gegenüber dem aktuellen Kursniveau ergibt sich damit ein rechnerisches Aufwärtspotenzial von knapp 50 %. Rakers begründet dies mit einer aus seiner Sicht robusten Führungsposition bei Server-CPUs und einem mehrjährigen Investitionszyklus in Datenzentren und KI-Infrastruktur.
Weitere Häuser ziehen nach:
- Wells Fargo: 345 US‑Dollar (Overweight)
- UBS: 300 US‑Dollar
- Piper Sandler: 280 US‑Dollar
- KeyBanc: 270 US‑Dollar
- Morgan Stanley: 260 US‑Dollar
Im Schnitt liegen die aktuellen Zielmarken damit klar über dem Börsenkurs. Das signalisiert breites Vertrauen größerer Adressen in die weitere operative Entwicklung.
Datenzentren als Wachstumstreiber
Das Datacenter-Geschäft bleibt der wichtigste Wachstumsmotor. Im dritten Quartal 2025 erzielte AMD in diesem Segment einen Umsatz von 4,3 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von 22 % gegenüber dem Vorjahr. Rund 47 % der Quartalserlöse stammen inzwischen aus diesem Bereich.
Für das laufende vierte Quartal stellt das Management einen Umsatz von 9,6 Milliarden US‑Dollar in Aussicht. Auf Basis der mittleren Prognose entspräche das einem Wachstum von etwa 25 % im Jahresvergleich.
Aus dieser Dynamik leiten Analysten ab, dass AMD sein Wachstum bis 2026 und darüber hinaus fortsetzen kann und mittelfristig eine höhere Ertragskraft erreichen dürfte.
Helios-Plattform als Hebel im KI-Geschäft
Ein zentrales Argument der optimistischen Stimmen ist die neue Helios-Plattform. Dabei handelt es sich nicht um eine reine GPU-Lösung, sondern um ein komplettes Rack-Scale-Angebot für KI-Anwendungen, das mehrere Bausteine bündelt:
- EPYC-Serverprozessoren
- Instinct-Beschleuniger
- Netzwerktechnik über Pensando-DPUs und -NICs
- Speicher- und Interconnect-Lösungen
- Die ROCm-Softwareumgebung
CEO Lisa Su beschreibt Helios als Plattform für das „Yotta-Scale-KI-Zeitalter“, in dem Fortschritte bei Hardware, Software und Systemdesign zusammenspielen müssen. Gelingt es, große Cloud- und Hyperscaler-Kunden für Helios zu gewinnen, könnte AMD den Umsatz pro Installation deutlich steigern und im KI-Markt bestehen, selbst ohne jede Benchmark anzuführen.
Institutionelle Nachfrage stützt Stimmung
Auch auf der Investorenseite gibt es Signale für anhaltenden Optimismus. ARK Investment um Cathie Wood baut seine Position in AMD weiter aus. Zuletzt kamen 4.800 Aktien hinzu, nachdem zuvor bereits das Engagement im Volumen von rund 1,1 Millionen US‑Dollar erhöht worden war. Das zeigt, dass wachstumsorientierte Fonds verstärkt auf die Fortsetzung des positiven Trends setzen.
Bilanzvorlage rückt näher
AMD wird die Zahlen für das vierte Quartal 2025 und das Gesamtjahr Anfang Februar veröffentlichen. Die anstehende Bilanz gilt als wichtiger Prüfstein dafür, ob das Unternehmen die aktuell hohen Erwartungen an Wachstum und Profitabilität erfüllen kann. Entscheidend werden unter anderem die Entwicklung der Datenzentrumsumsätze, die Nachfrage nach KI-Beschleunigern und die Bruttomarge sein.
In den letzten fünf Handelstagen hat die Aktie rund 11,6 % zugelegt, auf Sicht von zwölf Monaten beträgt das Plus knapp 96 %. Bei einer Marktkapitalisierung von etwa 377 Milliarden US‑Dollar und einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 36 ist der Titel klar auf starkes Wachstum in den kommenden Quartalen eingepreist – entsprechend sensibel dürfte der Markt auf die Q4-Zahlen reagieren.
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