Advanced Micro Devices (AMD) befindet sich in einem herausfordernden Spannungsfeld zwischen neuen staatlichen Hürden und aggressiver Infrastruktur-Expansion. Während frische US-Zölle auf KI-Chips die Stimmung trüben, sichert sich der Halbleiter-Konzern durch einen bedeutenden Deal in Texas langfristig wichtige Ressourcen. Kann das Unternehmen die regulatorischen Belastungen durch strategisches Wachstum kompensieren?

Sicherung der Infrastruktur

Der strategisch wichtigste Schritt erfolgte am 16. Januar: AMD schloss eine Vereinbarung mit dem Bitcoin-Mining-Infrastrukturanbieter Riot Platforms. Der Chip-Riese mietet 25 Megawatt (MW) Stromkapazität in Rockdale, Texas, um seine energieintensiven KI- und Rechenzentrumsoperationen abzusichern. Der Vertrag läuft über zehn Jahre und hat ein Volumen von rund 311 Millionen US-Dollar für Riot.

Entscheidend ist hierbei die Skalierbarkeit: AMD besitzt Optionen, die Kapazität auf bis zu 200 MW auszubauen. Dieser Schritt unterstreicht den aktuellen Industrietrend, leistungsstarke Krypto-Mining-Standorte für High-Performance-Computing (HPC) umzunutzen, um dem explodierenden Energiebedarf von KI-Anwendungen gerecht zu werden.

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Belastung durch US-Handelspolitik

Diese Expansion dient als wichtiges Gegengewicht zu den jüngsten handelspolitischen Hürden. Das Weiße Haus verhängte am 14. Januar einen Zoll von 25 Prozent auf bestimmte importierte Hochleistungs-Chips. Explizit betroffen ist AMDs MI325X-Prozessor. Zwar gibt es Ausnahmen für den Aufbau von US-Lieferketten, doch die Maßnahme könnte Druck auf die Margen im Bereich der fortschrittlichen KI-Beschleuniger ausüben und die Preisstrategie im Wettbewerb mit Nvidia komplizieren.

Analystenlob und Insider-Verkäufe

Trotz der Zoll-Sorgen bleiben Marktexperten optimistisch. Wells Fargo bestätigte am 15. Januar die Einstufung „Overweight“ und bezeichnete AMD weiterhin als „Top Pick“ für 2026. Analyst Aaron Rakers begründete dies mit der starken Position im CPU-Markt und den Fortschritten im KI-Sektor.

Ein differenzierteres Bild zeichnen interne Transaktionen: Eine Meldung vom 16. Januar offenbart, dass Insiderin Ava Hahn Aktien im Wert von rund 572.000 US-Dollar veräußern wollte. In den letzten drei Monaten summierten sich die Insider-Verkäufe auf etwa 2,2 Millionen US-Dollar, was auf eine gewisse Zurückhaltung im eigenen Haus hindeuten könnte.

Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 3. Februar 2026. An diesem Datum veröffentlicht AMD die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Diese Zahlen werden die erste offizielle Einordnung des Managements nach Einführung der Zölle liefern. Entscheidend wird sein, wie sich das Unternehmen zur Nachfrage nach KI-Chips und zur Margenprognose unter den veränderten Rahmenbedingungen äußert.

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