Die Alphabet-Aktie steht im Zentrum einer bemerkenswerten Neubewertung. Gleich drei renommierte Investmenthäuser haben ihre Kursziele deutlich angehoben – Jefferies auf 365 Dollar, Melius Research auf 350 Dollar und Pivotal Research sogar auf 400 Dollar. Der Grund: Das Unternehmen macht sich zunehmend unabhängig von externen Chip-Lieferanten und baut seine eigene KI-Infrastruktur massiv aus.

TPU-Offensive zahlt sich aus

Das Fundament für den neuen Optimismus bildet Alphabets Tensor Processing Unit (TPU). Allein 2023 meldete der Konzern knapp 400 Patente in diesem Bereich – dreimal so viele wie noch vor fünf Jahren und deutlich mehr als Amazon oder Microsoft. Diese Technologie wandelt sich nun von der Forschung zum Geschäftsmodell.

Konkrete Deals untermauern die Dynamik:

  • Anthropic sicherte sich Zugang zu einer Million TPUs
  • Meta verhandelt über den Einsatz der Chips ab 2027
  • Samsung will die Zahl der Geräte mit Gemini-KI auf rund 800 Millionen verdoppeln

Der Anthropic-Deal allein dürfte einen zweistelligen Milliardenwert haben. Alphabet positioniert sich damit als Alternative zu Nvidia – und zwar mit eigener Hardware für eigene Cloud-Dienste und externe Partner.

Gegenwinde bleiben bestehen

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Die Kehrseite: Alphabets Marktanteil bei der Internetsuche in den USA schrumpft. Lag er 2024 noch bei 87,4 Prozent, rechnen Analysten für 2026 mit einem Rückgang unter 85 Prozent. KI-gestützte Antwort-Engines und Chatbots graben dem Kerngeschäft Marktanteile ab.

Zudem bleibt die Investitionslast hoch. Die Kapitalausgaben sollen 2026 die Spanne von 91 bis 93 Milliarden Dollar aus dem Vorjahr übertreffen. Das belastet kurzfristig den freien Cashflow, auch wenn die Mittel gezielt in die TPU-Expansion fließen.

Technische Konsolidierung vor Entscheidung

Charttechnisch konsolidiert die Aktie aktuell um die 316-Dollar-Marke in einem engeren Dreieck. Ein nachhaltiger Ausbruch über 328,80 Dollar würde den Weg zu den neuen Analysten-Zielen freimachen. Fällt die Unterstützung bei 312 Dollar, droht hingegen eine Korrektur.

Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob der Markt bereit ist, die hohen Infrastruktur-Investitionen gegen die wachsende Bedeutung der Hardware-Sparte aufzuwiegen. Mit den Großverträgen im Rücken verschiebt sich die Bewertungslogik zunehmend in Richtung Cloud und Eigenentwicklung.

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