Allianz-Aktionäre brauchen aktuell Geduld. Nach einer starken Rallye konsolidiert das Papier des Versicherungskonzerns spürbar und notiert rund 17 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Während Investoren auf den entscheidenden Termin Ende Februar blicken, liefert der Konzern mit seinem neuen "Risk Barometer" Einblicke in eine sich rasant wandelnde Gefahrenlage. Doch auch juristischer Gegenwind belastet die Stimmung.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Termin: Vorläufige Jahreszahlen 2025 am 26. Februar 2026
  • Dividende: Hauptversammlung entscheidet am 7. Mai 2026 (Vorjahr: 15,40 Euro)
  • Risiko-Trends: Cyberangriffe und KI dominieren das Allianz Risk Barometer 2026
  • Juristisches: BGH-Urteil zu Riester-Verträgen zwingt zur Rücknahme von Kürzungen

Warten auf den Dividenden-Impuls

Der Fokus der Finanzmarktteilnehmer richtet sich nun auf den 26. Februar. An diesem Datum präsentiert der DAX-Konzern seine vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Diese Daten bilden die Basis für den Dividendenvorschlag zur Hauptversammlung im Mai. Nachdem die Ausschüttung zuletzt vier Jahre in Folge gesteigert wurde, erwarten Marktbeobachter auch für dieses Jahr Kontinuität.

Aktuell handelt die Aktie bei 382,40 Euro und kämpft charttechnisch um Bodenbildung. Der Kurs rutschte zuletzt knapp unter den 50-Tage-Durchschnitt von 384,88 Euro. Mit einem RSI von 37,3 nähert sich der Titel zwar dem überverkauften Bereich, ein klares Kaufsignal steht jedoch noch aus.

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Cyber und KI als neue Realität

Das operative Umfeld für Versicherer verändert sich drastisch. Das am 14. Januar veröffentlichte "Risk Barometer 2026", basierend auf der Befragung von über 3.300 Experten, zeichnet ein klares Bild: Cyberrisiken belegen mit 42 Prozent der Nennungen unangefochten den Spitzenplatz. Ransomware und Datenschutzverletzungen bleiben die Haupttreiber.

Bemerkenswert ist der Aufstieg der Künstlichen Intelligenz. Das Thema sprang von Platz zehn auf Rang zwei (32 Prozent). KI wird dabei ambivalent gesehen: Einerseits als Quelle für komplexe rechtliche und operative Risiken, andererseits erkennen knapp die Hälfte der Befragten darin mehr Chancen als Gefahren. Für die Allianz bedeutet dies einen wachsenden Bedarf an entsprechenden Versicherungslösungen, aber auch komplexere Schadenszenarien.

Juristischer Gegenwind

Neben den globalen Risiken sorgt ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) für Unruhe im Heimatmarkt. Der BGH entschied Ende Januar, dass Versicherer bei fondsgebundenen Riester-Renten die Rentenfaktoren nicht dauerhaft einseitig senken dürfen. Die Allianz reagierte prompt und nahm entsprechende Kürzungen zurück. Zwar sind die konkreten finanziellen Auswirkungen auf die Bilanz noch nicht beziffert, doch die juristische Niederlage drückt auf die Stimmung im Bereich Lebensversicherung.

Fazit

Die Allianz bewegt sich in einem anspruchsvollen Umfeld zwischen neuen technologischen Risiken und regulatorischen Eingriffen. Kurzfristig dürfte die Richtung der Aktie jedoch primär von den Zahlen am 26. Februar abhängen. Anleger achten dann besonders darauf, ob der Konzern die Dividendenpolitik trotz der Herausforderungen im Asset Management und der Schaden-Kosten-Quote fortsetzen kann.

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