Die Papiere des Münchener Versicherungskonzerns haben seit dem Jahreswechsel spürbar korrigiert. Doch während der Kurs nachgibt, positionieren sich die institutionellen Schwergewichte neu. Ein höheres Kursziel von Goldman Sachs und ein massiver Zukauf durch den weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock werfen die Frage auf: Nutzen Profi-Investoren die aktuelle Schwäche gezielt zum Einstieg?

  • BlackRock erhöht Anteil auf 8,36 Prozent
  • Goldman Sachs hebt Kursziel auf 404 Euro an
  • Wichtige Unterstützungslinie rückt in den Fokus

Goldman Sachs passt Bewertung an

Trotz der jüngsten Kursverluste sehen Analysten weiterhin Potenzial. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihr Kursziel für den Versicherer deutlich von 361 auf 404 Euro angehoben. Analyst Andrew Baker begründet diesen Schritt mit einer allgemeinen Anpassung an das höhere Bewertungsniveau im Sektor.

Dennoch bleibt die Euphorie gedämpft: Die Einstufung verharrt auf "Neutral". Die Experten warnen vor einer möglichen Abschwächung der Kursdynamik, da die Bewertungen im historischen Vergleich bereits ambitioniert seien und sich die Aussichten im Schaden- und Unfallgeschäft eintrüben könnten. Die Anhebung des Ziels ist daher weniger als aggressive Kaufempfehlung, sondern eher als Anpassung an die Realitäten des Marktes zu verstehen.

Vertrauensbeweis der Großinvestoren

Ein deutlicheres Signal sendet der Vermögensverwalter BlackRock. Laut einer aktuellen Stimmrechtsmitteilung hat der Finanzgigant seine Beteiligung am 19. Januar 2026 weiter ausgebaut und die Meldeschwelle überschritten. BlackRock hält nun 8,36 Prozent der Anteile, was einem Paket von rund 31,5 Millionen Aktien entspricht.

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Marktbeobachter werten diesen Schritt als langfristigen Vertrauensbeweis in die Substanz der Allianz, ungeachtet der momentanen Volatilität. Operativ untermauert wird dies durch den Erfolg der Fondstochter Allianz Global Investors: Der neu aufgelegte Klimafonds "Allianz Credit Emerging Markets" sammelte im ersten Closing bereits 690 Millionen US-Dollar ein.

Chartbild und geopolitische Risiken

Der Optimismus der Großanleger trifft auf ein angeschlagenes Chartbild. Mit einem Schlusskurs von 369,00 Euro notiert die Aktie rund 4,82 Prozent unter ihrem Niveau zu Jahresbeginn. Belastet wird der Kurs durch einen nervösen Gesamtmarkt und geopolitische Risiken, vor denen der Konzern in einem aktuellen Report explizit warnte.

Technisch nähert sich der Titel nun wichtigen Marken. Während der 50-Tage-Durchschnitt bei 384,31 Euro bereits unterschritten wurde, könnte der 200-Tage-Durchschnitt bei 361,87 Euro als Auffangnetz dienen. Ein RSI von 37,3 deutet zudem darauf hin, dass die Aktie bald als überverkauft gelten könnte.

Für Anleger richtet sich der Fokus nun auf den 26. Februar 2026. Dann präsentiert der Konzern die detaillierten Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Gelingt es der Aktie bis dahin, die Unterstützung im Bereich der 200-Tage-Linie zu verteidigen, könnten die Bilanzdaten den Impuls für eine nachhaltige Bodenbildung liefern.

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