Die Allianz meldet operativen Vollzug: Die Integration des französischen Direktversicherers Eurofil ist abgeschlossen. Damit sichert sich der Konzern wichtige Marktanteile in einem hart umkämpften Umfeld. Doch reicht dieser strategische Schachzug aus, um die Aktie nach der jüngsten Korrektur wieder in Richtung Allzeithoch zu treiben? Eine neue Einschätzung der Deutschen Bank liefert Anlegern Orientierung.

  • Expansion: Allianz Direct übernimmt 470.000 neue Verträge in Frankreich.
  • Marktposition: Aufstieg zur Nummer 3 im französischen Online-Versicherungsmarkt.
  • Analysten-Check: Deutsche Bank nimmt Bewertung mit Kursziel 400 Euro wieder auf.

Die Strategie der Münchner ist klar erkennbar: Wachstum durch gezielte Zukäufe im digitalen Segment. Wie heute bestätigt wurde, ist die Übernahme des Geschäftsbetriebs von Eurofil durch die Online-Tochter Allianz Direct nun auch formell in trockenen Tüchern. Der Deal, der bereits Mitte des vergangenen Jahres angekündigt wurde, ist seit dem 1. Januar 2026 effektiv wirksam.

Marktposition massiv ausgebaut

Für die Allianz ist dieser Schritt mehr als nur Kosmetik in der Bilanz. Mit der Integration wandern rund 470.000 Versicherungsverträge – vorwiegend aus den Sparten Kfz und Hausrat – unter das Dach der Münchener. Gleichzeitig werden über 300 Mitarbeiter übernommen. Durch diesen Zukauf katapultiert sich Allianz Direct direkt auf den dritten Platz im französischen Online-Versicherungsmarkt.

Nach den vorangegangenen Übernahmen von Luko und Friday setzt der Konzern seine "Simplicity at Scale"-Strategie konsequent fort. Das Ziel ist offensichtlich: Durch die Bündelung von Beständen auf einer europaweiten Plattform sollen Skaleneffekte gehoben werden, die im reinen organischen Wachstum deutlich mehr Zeit und Ressourcen beansprucht hätten.

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Deutsche Bank sieht faire Bewertung

Passend zur operativen Expansion meldet sich auch die Analystenseite zu Wort. Deutsche Bank Research hat die Bewertung der Allianz-Aktie wieder aufgenommen. Analyst Kailesh Mistry vergibt das Votum "Hold" und beziffert das Kursziel auf 400 Euro.

In der Analyse werden die soliden Solvabilitätskennzahlen und die starke Liquiditätsgenerierung gelobt. Allerdings signalisiert das Kursziel, dass die Experten das Potenzial kurzfristig als begrenzt einschätzen. Mit einem aktuellen Kurs von rund 387,50 Euro notiert das Papier nur knapp unter dieser Zielmarke. Die Bewertung gilt als fair, aber nicht als Schnäppchen.

Am Markt sorgt der News-Mix für Stabilität. Die Aktie konnte sich zuletzt oberhalb des wichtigen 50-Tage-Durchschnitts von 380,51 Euro behaupten. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von gut 460 Euro beträgt allerdings noch immer rund 16 Prozent, was die anhaltende Konsolidierungsphase verdeutlicht.

Fazit

Die Allianz liefert operativ ab und stärkt ihre Wettbewerbsposition in Europa nachhaltig. Kurzfristig dürfte der Aktienkurs jedoch in einer engen Bandbreite gefangen bleiben. Auf der Unterseite bietet der 50-Tage-Durchschnitt bei rund 380 Euro eine wichtige Unterstützung, während das Analystenziel von 400 Euro als technischer und psychologischer Deckel fungiert. Der nächste entscheidende Impuls für einen Ausbruch aus dieser Range ist erst am 26. Februar 2026 zu erwarten, wenn der Konzern seine vorläufigen Jahresergebnisse und den Ausblick präsentiert.

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