Neue chinesische E-Commerce-Vorschriften, ein Analystenziel von nur noch 140 US-Dollar und eine laufende Anlegeruntersuchung – Alibaba stand am Dienstag unter Beschuss. Die Aktie verlor 3,43 Prozent auf 150,90 US-Dollar. Während die Cloud-Sparte weiter wächst, mehren sich die Sorgen um die Regulierung und die hohen Investitionskosten.

Peking verschärft E-Commerce-Regeln

Am Mittwoch präsentierte Chinas Marktaufsichtsbehörde neue Leitlinien, die ab Februar 2026 gelten. Kernpunkt: Große Plattformen dürfen Online-Händler nicht mehr zu Rabattaktionen zwingen. Die Regelung trifft Alibaba, Meituan und JD.com gleichermaßen – doch als Marktführer steht Alibaba besonders im Fokus.

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Zusätzlich treten im April 2026 separate Preisvorschriften in Kraft, die es Plattformen verbieten, Händler durch höhere Gebühren oder schlechtere Suchrankings zu niedrigeren Preisen zu drängen. Beide Maßnahmen könnten die aggressiven Werbekampagnen begrenzen, die seit Jahren das Geschäft prägen.

Loop Capital senkt Kursziel

Loop Capital setzte das Kursziel am Dienstag auf 140 US-Dollar. Die Begründung: stark steigende Investitionen in Cloud und KI. Alibabas Cloud Intelligence Group legte im jüngsten Quartal zwar um 34 Prozent zu, die KI-Umsätze wachsen sogar dreistellig. Doch der 53-Milliarden-Dollar-Plan für die nächsten drei Jahre belastet die kurzfristige Profitabilität.

Die breitere Analystenlandschaft bleibt dennoch optimistisch. Von 17 Experten empfehlen die meisten den Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt zwischen 192 und 205 US-Dollar – rund 27 bis 40 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Untersuchung und institutionelle Signale

Die Anwaltskanzlei Pomerantz untersucht mögliche Verstöße gegen Wertpapiergesetze. Hintergrund ist ein Bericht der Financial Times vom November 2025, wonach Alibaba technologische Unterstützung für chinesische Militäroperationen leiste. Nach Veröffentlichung des Berichts fiel die Aktie um 3,78 Prozent.

Institutionelle Investoren zeigen sich uneinig: Über Hongkongs Southbound Stock Connect kauften chinesische Anleger zuletzt zu, auch einige Hedgefonds stockten auf. Brighton Jones erhöhte seinen Anteil im vierten Quartal um 40,4 Prozent, Axiom Investors baute für 277 Millionen US-Dollar eine neue Position auf.

Quartalszahlen am 19. Februar

Am 19. Februar 2026 legt Alibaba die Zahlen für das dritte Fiskalquartal vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 2,24 US-Dollar – ein Rückgang um 23,55 Prozent im Jahresvergleich. Der Umsatz soll auf 41,33 Milliarden US-Dollar steigen, ein Plus von 7,67 Prozent.

Entscheidend wird sein, ob das Management zeigt, wie sich die massiven KI-Investitionen monetarisieren lassen und wie die neuen Vorschriften das Geschäft konkret beeinflussen.

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