Alibaba Aktie: Chip-Sparte vor Börsengang
Alibaba treibt den Umbau des Konzerns voran – und Anleger reagieren positiv. Am Freitag sorgen Berichte für Aufsehen, wonach der chinesische Tech-Riese seine Halbleiter-Tochter T-Head auf einen Börsengang vorbereitet. Gleichzeitig sichert sich das Unternehmen über ein Joint Venture mit einem Atomkraftbetreiber die Energieversorgung für seine wachsenden KI-Rechenzentren.
T-Head: Wert zwischen 25 und 62 Milliarden Dollar
Im Zentrum der aktuellen Entwicklung steht T-Head, Alibabas Chip-Sparte für Cloud-Computing und Speicherlösungen. Laut Marktberichten plant der Konzern, die 2018 gegründete Einheit teilweise in Mitarbeiterbesitz zu überführen – ein klassischer Vorbereitungsschritt für einen IPO. Die Investmentbank JPMorgan beziffert den möglichen Wert von T-Head auf 25 bis 62 Milliarden Dollar, allerdings unter der Annahme ambitionierter Umsatzprognosen.
Die Spin-off-Strategie folgt einem klaren Muster: Alibaba will den Wert einzelner Geschäftsbereiche sichtbar machen, die im Konglomerat derzeit nicht angemessen bewertet werden. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 400 Milliarden Dollar sehen Analysten erhebliches Potenzial für eine "Sum-of-the-parts"-Bewertung. T-Head könnte dabei den Auftakt für weitere Abspaltungen bilden.
Hintergrund der Pläne ist auch eine zunehmende Abhängigkeit von eigenen Chip-Lösungen. Chinesische Zollbehörden haben zuletzt klargestellt, dass Nvidias fortschrittliche H200-Prozessoren nicht ins Land eingeführt werden dürfen. Alibaba ist dadurch stärker auf heimische Entwicklungen und bestehende Lagerbestände angewiesen.
Atomkraft für KI-Rechenzentren
Parallel zur Halbleiter-Offensive sichert sich Alibaba die Energieversorgung für seine Datenzentren. Das Unternehmen hat ein Joint Venture mit China National Nuclear Power Co. (CNNP) gegründet, ausgestattet mit einem Startkapital von 250 Millionen Yuan (etwa 36 Millionen Dollar). Ziel ist es, dedizierte Atomkraft-Kapazitäten für den energieintensiven Betrieb von KI-Modellen zu erschließen.
Die Maßnahme ist eine direkte Antwort auf den steigenden Strombedarf: Das Training großer KI-Modelle verschlingt massive Mengen an Energie, und CEO Eddie Wu hat bereits über 53 Milliarden Dollar für den Ausbau der KI-Infrastruktur eingeplant.
Analysten erwarten weitere Fortschritte
Die Reaktion institutioneller Investoren fällt positiv aus. Neue Positionen von IronBridge Private Wealth und Atlas Legacy Advisors im dritten Quartal 2025 zeigen, dass große Vermögensverwalter auf genau solche strategischen Weichenstellungen setzen. Der Analystenkonsens liegt bei "Strong Buy" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 203 Dollar – rund 14 Prozent über dem aktuellen Niveau.
Am 19. Februar 2026 folgen die Quartalszahlen. Dann dürfte CEO Eddie Wu konkretere Zeitpläne für die T-Head-Abspaltung vorlegen. Sollte der Kurs die psychologisch wichtige Marke von 180 Dollar nachhaltig überwinden, wäre technisch der Weg in Richtung Konsensziel frei.
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