Alibaba setzt auf Atomstrom, um seine Rechenzentren zu versorgen – und die Wall Street reagiert positiv. Ein strategisches Joint Venture mit Chinas staatlichem Atomkonzern soll die Energieversorgung für KI-Infrastruktur langfristig sichern. Parallel dazu hebt ein Research-Haus das Rating an und sieht deutliches Aufwärtspotenzial.

Partnerschaft mit Atomkonzern

Der chinesische Tech-Gigant hat ein Joint Venture mit China National Nuclear Power im Volumen von 250 Millionen Yuan geschlossen. Ziel ist die stabile Stromversorgung für die wachsenden KI-Rechenzentren des Konzerns.

Hintergrund: KI-Modelle wie Alibabas "Qwen"-Familie verbrauchen enorme Mengen Energie. Mit über 700 Millionen Downloads zeigt sich die massive Nachfrage – und damit der Bedarf an zuverlässiger, kosteneffizienter Energieversorgung. Durch die direkte Anbindung an nukleare Stromquellen will sich Alibaba von Preisschwankungen am Energiemarkt abkoppeln und die Cloud-Expansion absichern.

Analystenstimme treibt Kurs

Am 21. Januar stufte das Research-Haus Arete die Aktie von "Neutral" auf "Kaufen" hoch. Das Kursziel liegt bei 190 US-Dollar – rund 12,7 Prozent über dem damaligen Niveau. Die Aktie reagierte prompt und legte um knapp 4 Prozent auf 168,67 US-Dollar zu.

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Die Konsensmeinung am Markt tendiert inzwischen Richtung "Moderate Buy", mit einem durchschnittlichen Kursziel von etwa 192,58 US-Dollar. Investoren bewerten die Kombination aus operativen Fortschritten im KI-Bereich und der Absicherung der Infrastruktur zunehmend positiv.

KI-Monetarisierung im Fokus

Neben der Energiestrategie treibt Alibaba die Integration sogenannter "Agentic Commerce"-Funktionen voran. Diese KI-gestützten Tools werden direkt in die Plattformen Taobao und Alipay eingebettet und sollen autonomere Kauferlebnisse ermöglichen. Analysten sehen darin einen möglichen Umsatzhebel für das Kerngeschäft E-Commerce.

Die jüngsten Umsatzzuwächse im KI-Produktbereich bewegen sich bereits im dreistelligen Prozentbereich. Die nun gesicherte Stromversorgung verhindert, dass Infrastrukturengpässe dieses Wachstum bremsen.

Ausblick

Alibaba positioniert sich mit dem Atomstrom-Deal strategisch gegen Wettbewerber wie ByteDance im chinesischen Cloud-Markt. Die kapitalintensive Investition wird vom Markt nicht als reine Kostenposition, sondern als notwendige Absicherung für künftiges Wachstum gewertet. Ob sich diese Strategie auszahlt, hängt davon ab, ob die KI-Dienste die erhofften Umsätze generieren.

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