Ein massiver Vertrauensbeweis von der Wall Street sorgt für Bewegung beim Chipausrüster. Die US-Großbank JPMorgan hat ihre Einschätzung radikal revidiert und traut dem Konzern nun deutlich höhere Notierungen zu. Während die Aktie ihren Erholungskurs fortsetzt, stellt sich die Frage: Ist die fundamentale Talsohle wirklich schon durchschritten oder handelt es sich um Vorschusslorbeeren?

Die wichtigsten Entwicklungen:
* Massives Upgrade: JPMorgan hebt das Rating von "Neutral" auf "Overweight".
* Neues Kursziel: Anhebung von 13,50 Euro auf 25,20 Euro.
* Großinvestor: Goldman Sachs erhöht Beteiligung auf über 7 Prozent.

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Analyst sieht breiten Aufschwung

Der JPMorgan-Analyst Craig McDowell begründet das beinahe verdoppelte Kursziel mit einer erwarteten Trendwende. Nach seiner Einschätzung steht Aixtron vor einem breiten Aufschwung über alle Produktkategorien hinweg. Der entscheidende Treiber soll eine deutliche Verbesserung der Auftragslage im laufenden Jahr 2026 sein, was wiederum die Umsatzdynamik ab 2027 anfeuern dürfte. Diese Wachstumsperspektive rechtfertige laut McDowell ein deutlich höheres Bewertungsmultiple.

Diese optimistische Sichtweise steht nicht allein. Auch Barclays und die Bank of America (BofA) haben sich zuletzt positiv geäußert. Der Marktkonsens bleibt jedoch gespalten, da Häuser wie Jefferies und die Deutsche Bank weiterhin an ihrer "Neutral"-Einstufung festhalten und durchschnittliche Kursziele von rund 19 Euro ausrufen.

Charttechnik und Investoren-Aktivität

Der Markt reagiert positiv auf die neuen Impulse. Mit einem aktuellen Kurs von 20,40 Euro bestätigt die Aktie ihren mittelfristigen Aufwärtstrend. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief, das im April 2025 bei 9,13 Euro markiert wurde, beträgt inzwischen über 123 Prozent. Auch technisch hat sich das Bild aufgehellt: Der Kurs notiert gut 10 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 18,52 Euro, was die kurzfristige Stärke unterstreicht.

Parallel zur Analysten-Euphorie positionieren sich institutionelle Anleger neu. Goldman Sachs hat laut einer aktuellen Stimmrechtsmitteilung seine Gesamtposition auf 7,17 Prozent ausgebaut. Dies umfasst sowohl direkte Stimmrechte als auch Finanzinstrumente und wird von Marktbeobachtern oft als Indikator für langfristiges Vertrauen gewertet.

Fundamentale Realität vs. Zukunftsmusik

Trotz der positiven Stimmung an der Börse bleibt die operative Lage herausfordernd. Die jüngsten Geschäftszahlen spiegelten dies deutlich wider: Im dritten Quartal 2025 verfehlte Aixtron die Gewinnerwartungen signifikant, der Gewinn je Aktie lag 41 Prozent unter den Schätzungen. Ein schwaches Marktumfeld zwang das Management im Oktober zur Senkung der Jahresprognose.

Die Diskrepanz zwischen den schwachen 2025er-Zahlen und den hohen Erwartungen für 2027 ist der zentrale Risikofaktor für Anleger. Analysten erwarten für das abgelaufene Jahr einen Umsatzrückgang von rund 14 Prozent auf 542 Millionen Euro. Auch für 2026 wird zunächst eine Stagnation auf diesem Niveau prognostiziert, bevor das erhoffte Wachstum greifen soll.

Ob die Vorschusslorbeeren der Analysten gerechtfertigt sind, wird sich am 26. Februar 2026 zeigen. Dann veröffentlicht Aixtron den Geschäftsbericht für das vierte Quartal und gibt den entscheidenden Ausblick auf die Auftragsbücher des laufenden Jahres.

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