Während andere Halbleiterunternehmen unter schwächelnden Märkten leiden, macht Aixtron das Geschäft seines Lebens. Der deutsche Ausrüster profitiert vom unstillbaren Hunger der KI-Rechenzentren nach mehr Datenübertragung – und das zeigt sich deutlich in den Zahlen. Kann der Herzogenrather Konzern seine Sonderstellung dauerhaft verteidigen?

Optoelektronik-Boom dank KI-Revolution

Der Schlüssel zu Aixrons Erfolg liegt in einem Nischenmarkt, der plötzlich zum Milliardengeschäft geworden ist: Datenkommunikationslaser für Rechenzentren. Die rasant steigenden Anforderungen von KI-Anwendungen verdoppeln die Bandbreitenanforderungen in Transportnetzwerken etwa alle zwei Jahre – ein Tempo, das herkömmliche Technologien an ihre Grenzen bringt.

Die G10-AsP-Plattform von Aixtron hat sich als "Tool of Record" im Lasermarkt etabliert und sorgt für kontinuierliche Millionen-Aufträge von führenden Laserherstellern. Diese Position ermöglichte es dem Unternehmen, im zweiten Quartal einen Umsatz von 137,4 Millionen Euro zu erzielen – am oberen Ende der eigenen Prognose.

Die wichtigsten Quartalszahlen im Überblick:
- Umsatz Q2: 137,4 Mio. Euro (oberes Ende der Guidance)
- Halbjahresumsatz: 249,9 Mio. Euro (nahezu stabil zu Vorjahr)
- Freier Cashflow H1: +71,1 Mio. Euro (Vorjahr: -56,5 Mio. Euro)
- Bruttomarge H1: 36% (bereinigt ~38%)

China springt ein, wo der Westen schwächelt

Während die westlichen Märkte für Siliziumkarbid und Galliumnitrid weiterhin darben, zeigt sich China als überraschend starker Partner. Eine große Volumenbestellung für G10-SiC-Systeme von einem chinesischen Kunden brachte dem Konzern nicht nur wichtige Umsätze, sondern unterstrich auch die Diversifikation der Kundenbasis.

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"Unsere Strategie, verschiedene, unkorrelierte Endmärkte anzusprechen, beweist weiterhin ihren Wert", kommentierte CEO Dr. Felix Grawert die Entwicklung. Tatsächlich profitiert Aixtron davon, nicht nur auf einen Markt angewiesen zu sein.

Zoll-Entspannung bringt zusätzlichen Rückenwind

Ein weiterer Lichtblick: Die Zolltarif-Situation mit den USA entspannt sich. Am 27. Juli wurde ein US-EU-Rahmenabkommen unterzeichnet, das Halbleiterausrüstung als "strategische Produkte" mit null Prozent Zöllen deklariert. Diese Entwicklung könnte Aixtrons Wettbewerbsposition in den USA weiter stärken.

Ausblick: Vorsichtig optimistisch trotz Gegenwind

Trotz des herausfordernden Umfelds hält das Management an seiner Jahresprognose fest: Umsätze zwischen 530 und 600 Millionen Euro, eine Bruttomarge von 41 bis 42 Prozent und eine EBIT-Marge zwischen 18 und 22 Prozent.

Mit einer Eigenkapitalquote von 87 Prozent und liquiden Mitteln von 114,8 Millionen Euro steht Aixtron finanziell solide da. Die Frage bleibt: Reicht das KI-getriebene Wachstum im Optoelektronik-Segment aus, um die Schwäche in anderen Bereichen dauerhaft zu kompensieren?

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