Kurz vor den Jahreszahlen scheiden sich die Geister am Halbleiterausrüster Aixtron. Während JPMorgan auf einen massiven Aufschwung durch KI-Nachfrage setzt, mahnt die Deutsche Bank zur Vorsicht und sieht kaum noch Kurspotenzial. Anleger stehen vor der Frage: Ist die operative Delle von 2025 bereits eingepreist oder folgen weitere Enttäuschungen?

Die wichtigsten Fakten:
* JPMorgan: Rating auf „Overweight“ angehoben, Kursziel 25,20 Euro.
* Deutsche Bank: Votum „Hold“ bestätigt, Kursziel 20,00 Euro.
* Termin: Finale Geschäftszahlen für 2025 am 26. Februar 2026.

Hoffnung auf den KI-Boom

Die US-Investmentbank JPMorgan sorgt für frischen Wind in der Bewertung des MDax-Konzerns. Analysten hoben das Rating am 21. Januar auf „Overweight“ an und sehen das Kursziel bei ambitionierten 25,20 Euro. Die These der Experten: Nach einem schwierigen Übergangsjahr 2025 sollen die Auftragsbücher im laufenden Jahr wieder voller werden.

Treibende Kraft ist die Erwartung, dass die massiven Investitionen der Chipindustrie in Künstliche Intelligenz und Hochleistungschips zeitverzögert bei Aixtron ankommen. Dieser Auftragsschub dürfte sich dann ab 2027 deutlich in den Umsatzzahlen niederschlagen. Damit setzen die Optimisten darauf, dass die Talsohle durchschritten ist.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Aixtron?

Skepsis nach Prognosekürzung

Demgegenüber steht die nüchterne Haltung der Deutschen Bank. Mit einem bestätigten „Hold“ und einem Kursziel von 20,00 Euro sehen die Analysten beim aktuellen Kurs von 20,48 Euro praktisch kein Aufwärtspotenzial mehr. Hier dominiert weiterhin die Vorsicht nach der Gewinnwarnung im Oktober 2025, als das Management die eigenen Ziele kappen musste.

Die Diskrepanz zwischen den beiden Häusern spiegelt die zentrale Unsicherheit des Marktes wider: Es ist noch unklar, wie schnell sich die prognostizierte Nachfragebelebung tatsächlich in festen Bestellungen materialisiert.

Chartbild bleibt robust

Trotz der unterschiedlichen Expertenmeinungen zeigt sich die Aktie charttechnisch in einer interessanten Verfassung. Mit einem Kurs von 20,48 Euro notiert das Papier in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 21,37 Euro. Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt, was der komfortable Abstand von knapp 33 Prozent zur 200-Tage-Linie (15,40 Euro) untermauert. Auch die Performance von über 55 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten zeigt, dass der Markt bereits viel Zukunftsmusik eingepreist hat.

Alle Augen richten sich nun auf den 26. Februar 2026. Dann muss das Management bei der Vorlage der finalen Jahreszahlen Farbe bekennen. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird weniger der Rückblick auf das schwache Vorjahr sein, sondern der konkrete Ausblick auf den Auftragseingang im ersten Quartal 2026.

Aixtron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Aixtron-Analyse vom 26. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Aixtron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Aixtron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Aixtron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...