Aemetis Aktie: Weiter unter Druck
Aemetis enttäuschte im dritten Quartal 2025 mit deutlich schwächerem Umsatz und Verlust je Aktie. Die Zahlen verdeutlichen, dass operative Herausforderungen das Wachstum bremsen, obwohl das Unternehmen kurzfristig Liquidität geschaffen hat. Reichen diese Maßnahmen, um den Kurs zu stabilisieren?
Wesentliche Daten auf einen Blick
- Schlusskurs (9. Jan.): $1,59
- Q3/2025-Umsatz: $59,19 Millionen (ca. $28,6 Mio. unter Konsens)
- GAAP-EPS Q3/2025: -0,37 US-Dollar (um $0,17 unter Erwartung)
- Jüngste Liquidity-Zufuhr: $17 Millionen (Verkauf von Steuerkrediten, 30. Dez.)
- Technisches Signal (10. Jan.): Kurs unter 200-Tage-Linie gefallen
Zahlen und Liquidität
Aemetis meldete einen Umsatz von $59,19 Millionen im dritten Quartal 2025 und verfehlte damit die Analystenschätzungen um rund $28,6 Millionen. Das GAAP-Ergebnis je Aktie lag bei -0,37 US-Dollar und blieb damit um $0,17 hinter den Erwartungen zurück. Positiv: gegenüber dem Vorquartal stieg der Umsatz um etwa $7 Millionen, das reicht aber nicht, um die Lücke zu den Konsenserwartungen zu schließen.
Ende 2025 schaffte das Management kurzfristig Liquidität durch den Verkauf von Bundessteuerkrediten. Am 30. Dezember generierte Aemetis $17 Millionen Bruttoerlös, davon $12 Millionen aus Section‑48-Investment‑Tax‑Credits (ITC) für Biogasanlagen und $5 Millionen aus Section‑45Z Clean Fuel Production Credits (PTC). Die Unternehmensführung bezeichnete dies als möglichen Start wiederkehrender Monetarisierungen und erwartet weitere Section‑45Z-Transaktionen in 2026.
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Regulatorische Treiber und operative Ziele
Für Aemetis könnte die kalifornische Entscheidung für einen 15%-Ethanol‑Mischungsanteil (E15) ab Oktober 2025 strukturelle Nachfrage schaffen — die Maßnahme erweitert das adressierbare Marktvolumen um mehr als 600 Millionen Gallonen jährlich. Operativ setzt das Unternehmen auf Effizienzmaßnahmen: Ein im September 2025 abgeschlossener Auftrag über $30 Millionen für ein Mechanical Vapor Recompression (MVR)-System soll den Erdgasverbrauch und die CO2-Intensität im Werk in Keyes senken. Ein weiteres Ziel ist die Erreichung einer Jahresproduktion von 1 Million MMBtu Renewable Natural Gas (RNG) in 2026. Das Gelingen dieser Projekte ist entscheidend für Margen und Cashflow.
Technische Lage und Ausblick
Aus markttechnischer Sicht verschlechterte sich das Bild zuletzt: Der Kurs schloss am 9. Januar bei $1,59 und fiel am 10. Januar unter die 200‑Tage‑Linie. Die Steuerkredit‑Transaktion bietet kurzfristig Liquidität, dürfte aber allein nicht reichen, um anhaltenden Druck zu beseitigen. Eine nachhaltige Stabilisierung hängt von mehreren Bedingungen ab: erfolgreicher Inbetriebnahme und erwarteter Effizienzwirkung des MVR‑Systems, tatsächlicher Steigerung der RNG‑Produktion 2026 sowie weiteren Monetarisierungen von Steuerkrediten. Erreicht Aemetis diese Ziele und verbessern sich die Quartalszahlen, könnte das den technischen Abwärtstrend relativieren; bleiben Umsetzung oder Produktionserfolge aus, dürfte der Kurs unter Druck bleiben.
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