Adler Group Aktie: Kampf ums Überleben
Der Immobilienkonzern Adler Group, ehemals ADO Properties, steckt in einem finanziellen Engpass. Trotz eines strengen Restrukturierungsplans und dem Verkauf von Projekten bleibt die Aktie unter extremem Verkaufsdruck. Die zentrale Frage ist, ob die Mieteinnahmen aus dem Berliner Kernportfolio ausreichen, um die milliardenschwere Schuldenlast zu tragen.
Die Schuldenfalle schnappt zu
Die finanzielle Lage der Adler Group ist nach wie vor hochriskant. Der entscheidende Hebel ist die enorme Verschuldung: Das Loan-to-Value-Verhältnis (LTV) liegt bei besorgniserregenden 73,5%. Obwohl das Unternehmen seine Jahresprognose für 2025 bestätigt hat und mit einer Nettomieteinnahme zwischen 127 und 135 Millionen Euro rechnet, werden diese operativen Erfolge von den massiven Zinslasten überschattet.
Die Bilanz lässt kaum Spielraum für Fehler. Zwar verfügt der Konzern über eine Liquidität von rund 241 Millionen Euro, doch angesichts milliardenschwerer Refinanzierungsbedürfnisse ist diese Position prekär. Der anhaltende Abwärtstrend der Aktie spiegelt die Markteinschätzung wider, die das Insolvenzrisiko gegen die Fortschritte des Sanierungsplans abwägt.
Verkäufe und ein schrumpfendes Imperium
Um dringend benötigte Liquidität zu generieren, setzt die Adler Group auf einen rigorosen Verkaufsprozess ihrer Entwicklungsprojekte. Ende 2025 wurden bedeutende Schritte unternommen, darunter der Verkauf des Kaiserlei-Projekts in Offenbach und die endgültige Veräußerung des Holsten Quartiers in Hamburg. Ziel ist es, den Fokus wieder auf das Kern-Mietportfolio zu legen, das stark auf Berlin konzentriert ist.
Die operativen Kennzahlen dieses Bestands zeigen Stabilität:
* Nettomieteinnahmen (9M 2025): 101 Mio. €
* Nettoverlust (9M 2025): 496 Mio. €
* Mietwachstum (like-for-like): 3,2%
* Leerstandsquote: 1,6%
Gläubiger kontrollieren das Ruder
Die Restrukturierung hat die Machtverhältnisse im Unternehmen grundlegend verändert. Die Kontrolle liegt nun eindeutig bei den Anleihegläubigern, die nach Umsetzung des umfassenden Rekapitalisierungsplans 75% der Stimmrechte halten. Den traditionellen Aktionären der Adler Group-Aktie bleiben lediglich 25% der Stimmrechte, auch wenn sie weiterhin 100% der Ausschüttungsrechte besitzen.
Diese Konstellation begrenzt das Erholungspotenzial der Aktie erheblich, da die Ansprüche der Gläubiger Vorrang haben. Die aktuelle Bewertung ist daher weniger eine Geschichte über Immobilien, sondern vielmehr eine über die Kapitalstruktur. Der Markt bewertet die stark nachrangige Position der Eigenkapitalgeber. Trotz resilienter Mieteinnahmen in Berlin bleibt die Aktie ein Hochrisiko-Investment, das von den Gläubigerinteressen und dem weiteren Erfolg des Verkaufsprogramms für das Jahr 2026 abhängt.
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