YPF Aktie: Rückenwind aus Washington
Im jahrelangen Rechtsstreit um die Verstaatlichung des argentinischen Energiekonzerns YPF gibt es eine überraschende Wendung. Das US-Justizministerium hat sich am Samstag in das Verfahren um eine 16,1 Milliarden Dollar schwere Schadensersatzforderung eingeschaltet. Dieser Schritt könnte den Zeitplan des Mammutprozesses in New York maßgeblich beeinflussen und verschafft dem Unternehmen sowie dem argentinischen Staat eine Atempause.
Justiz greift in Milliarden-Prozess ein
Das US-Justizministerium (DOJ) unterstützt den Antrag Argentiniens, den Prozess der Beweisaufnahme vorerst zu stoppen. Die Kläger, Petersen Energía und Eton Park, fordern im Rahmen der „Discovery“-Phase weitreichende Einblicke, die das DOJ nun als „übermäßig zudringlich“ eingestuft hat.
Washington warnt davor, dass ein zu forsches Vorgehen gegen eine souveräne Nation diplomatische Spannungen auslösen und Vergeltungsmaßnahmen gegen die Vereinigten Staaten provozieren könnte. Für YPF bedeutet diese Intervention vorerst einen Schutz vor aggressiven Offenlegungsforderungen und könnte die Vollstreckung des milliardenschweren Urteils verzögern.
Operative Stärke in Vaca Muerta
Abseits der Gerichtssäle treibt das Management die interne Verschlankung voran. Der Vorstand genehmigte am Freitag die Verschmelzung der Tochtergesellschaften YPF Ventures und Oleoducto Loma Campana Lago Pellegrini mit der Muttergesellschaft. Da sich beide Einheiten bereits vollständig im Besitz von YPF befinden, erfolgt die Fusion ohne Kapitalerhöhung. Ziel ist eine zentrale Verwaltung und höhere administrative Effizienz, rückwirkend zum Jahresbeginn 2026.
Parallel dazu vermeldet der Konzern operative Erfolge im Schiefergasgebiet Vaca Muerta. Die Produktion knackte am Samstag die Marke von 200.000 Barrel pro Tag. Seit Anfang 2023 konnte die Bohrgeschwindigkeit um 66 Prozent gesteigert werden, was die Förderkosten in den Kerngebieten auf etwa 4,20 Dollar pro Barrel drückt. Mit einem Break-Even-Preis von rund 40 Dollar zeigt sich das Projekt bei den aktuellen Marktpreisen hochprofitabel.
In der Führungsebene gab es zudem personelle Veränderungen. Andrea Confini legte ihr Mandat als Direktorin aus persönlichen Gründen nieder. Als Nachfolger wurde Maximiliano D’Alessio berufen, der die Position bis zur nächsten Hauptversammlung kommissarisch übernimmt.
Am Montag eröffnet das Unternehmen gemeinsam mit dem Dienstleister SLB das „Instituto Vaca Muerta“, um die technische Expertise in der Region weiter zu festigen. An der Börse nähert sich das Papier derweil seinem 52-Wochen-Hoch von 33,80 Euro. Mit einem RSI von 87,5 und dem Schlusskurs vom Freitag bei 33,40 Euro signalisiert der Titel eine technisch überkaufte Lage, die nach der jüngsten Rally von über sieben Prozent seit Jahresbeginn eine kurzfristige Konsolidierung einleiten könnte.
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