Ripple macht in Europa regulatorisch große Fortschritte, während der XRP-Kurs eine Verschnaufpause einlegt. Nach der Rally zu Monatsbeginn richtet sich der Blick nun weniger auf kurzfristige Schwankungen, sondern auf die Frage, wie stark die neuen Lizenzen das langfristige Nutzungspotenzial von XRP untermauern.

Konsolidierung nach Rally

XRP bewegt sich heute mit etwa 2,10 US‑Dollar in einer Konsolidierungsphase, nachdem der Token zuvor deutlich angezogen hatte. Wichtig aus Marktsicht: Der Bereich um 2 US‑Dollar fungiert als psychologisch zentrale Unterstützungszone, oberhalb derer Käufer bislang die Kontrolle behalten.

Stärker ins Gewicht fallen allerdings die mittelfristigen Daten: Auf 30‑Tage‑Sicht liegt XRP rund 11 % im Plus, seit Jahresanfang ähnlich deutlich. Gleichzeitig notiert der Kurs aber noch gut 30 % unter dem 52‑Wochen‑Hoch – ein Zeichen dafür, dass trotz der jüngsten Erholung weiterhin Luft nach oben, aber auch eine gewisse Vorsicht im Markt vorhanden ist.

Regulierung in Europa als Kurstreiber

Der wichtigste Impuls kommt derzeit von der Regulierungsschiene: Ripple hat von der Luxemburger Finanzaufsicht CSSF eine vorläufige Genehmigung für eine E‑Geld-Institutslizenz (EMI) erhalten. Zuvor hatte das Unternehmen bereits eine vollständige EMI-Lizenz und eine Krypto-Registrierung bei der britischen Aufsicht FCA gesichert.

Die Zulassung in Luxemburg hat strategische Bedeutung. Sie dient Ripple als Eintrittstor in den gesamten EU‑Markt: Mit einer finalen Lizenz können die Dienstleistungen per sogenanntem „Passporting“ im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum angeboten werden. Das reduziert regulatorische Reibung und erleichtert die Skalierung von Zahlungsdiensten auf Basis von XRP.

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Zudem positioniert sich Ripple damit frühzeitig im Hinblick auf die kommende EU‑Regulierung MiCA. Marktbeobachter werten die jüngsten Lizenzen als Signal, dass XRP als Infrastruktur für grenzüberschreitende Zahlungen und institutionelle Anwendungen regulatorisch ernster genommen wird. Das stärkt die These eines langfristigen Nutzwerts jenseits reiner Spekulation.

On-Chain-Daten und Angebotsseite

Auf der Blockchain-Ebene zeigt das XRP‑Ledger anhaltende Aktivität. Jede Transaktion verbrennt einen kleinen Betrag XRP, wodurch das Gesamtangebot schrittweise sinkt. Der aktuelle Burn‑Wert von etwa 3.200 XRP pro Tag wirkt zwar kurzfristig gering, ist aber strukturell deflationär.

In der Community wird erneut diskutiert, wie sich dieses Design bei stärkerem institutionellem Einsatz auswirken könnte. Ein häufiger Punkt: Für sehr große Zahlungsströme im internationalen Handel wäre ein höherer Tokenpreis aus Effizienzgründen vorteilhaft, weil dann weniger Einheiten bewegt werden müssen, um dieselben Volumina abzuwickeln.

Handelsvolumen und relative Stabilität

Das Handelsvolumen von XRP bleibt auf den großen Börsen solide. Auffällig: Während globale Aktienmärkte heute unter Druck stehen, zeigt sich XRP vergleichsweise stabil. Intraday-Schwankungen innerhalb einer engen Spanne wurden weitgehend aufgefangen, obwohl die Kryptowährung weiterhin deutlich volatiler ist als klassische Anlageklassen – die 30‑Tage-Volatilität liegt annualisiert bei über 57 %.

Ein Teil dieser Stabilität wird auf Ripples Umgang mit den eigenen XRP‑Beständen zurückgeführt. Die planmäßige Freigabe von 1 Milliarde XRP aus einem Treuhandkonto zu Monatsbeginn ist Teil einer länger laufenden Liquiditätsstrategie. Ziel ist es, den Markt ausreichend zu versorgen, ohne das Vertrauen durch unkontrollierte Angebotswellen zu belasten.

Fazit: Fundament gestärkt, Kurs in Wartestellung

Unterm Strich trifft eine charttechnische Konsolidierung auf klar verbesserte Rahmenbedingungen. Die regulatorischen Erfolge in Großbritannien und vor allem Luxemburg schaffen eine Basis, auf der Ripple sein Zahlungsnetzwerk in Europa zügig ausbauen kann. Entscheidend für die nächsten Monate wird sein, in welchem Umfang diese Lizenzen in konkrete Anwendungen und steigende Transaktionsvolumina auf dem XRP‑Ledger übersetzt werden. Genau daran dürfte sich entscheiden, ob aus der aktuellen Stabilisierung eine nachhaltige Fortsetzung des Aufwärtstrends wird.

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