XRP: Festgefahren
XRP steckt fest. Rund 1,90 US-Dollar – dort pendelt die Ripple-Kryptowährung seit Tagen ohne klare Richtung. Die große Frage: Wohin führt der Weg nach der SEC-Einigung? Der Markt wartet auf Impulse, doch die lassen auf sich warten. Während Ripple an seiner Banken-Infrastruktur baut und ein wichtiges Gesetz auf sich warten lässt, fehlt XRP die Dynamik.
Enge Spanne ohne Ausbruch
Der Token bewegt sich in einer engen Handelsspanne zwischen 1,88 und 1,94 US-Dollar. Mehrfache Tests der Unterstützung bei 1,88 Dollar hielten bisher stand, doch nach oben fehlt die Durchschlagskraft. Volumen und Momentum bleiben verhalten – weder Käufer noch Verkäufer setzen sich durch.
Technisch braucht es einen nachhaltigen Ausbruch über 1,94 Dollar, um Raum in Richtung der psychologisch wichtigen 2-Dollar-Marke zu schaffen. Ein Bruch der 1,88-Dollar-Unterstützung würde dagegen den Weg zu 1,80 Dollar öffnen und die Konsolidierung in eine Korrektur verwandeln.
SEC-Streit beendet – Gesetz verzögert sich
Der Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht SEC ist Geschichte. Im August 2025 zogen beide Seiten ihre Berufungen zurück, die ursprüngliche Strafe von 125 Millionen US-Dollar aus dem Jahr 2024 bleibt bestehen. Der jahrelange Rechtsstreit, der im Dezember 2020 begann, ist damit abgeschlossen.
Die erhoffte Kursrally blieb jedoch aus – klassisches "Buy the rumor, sell the news". Statt zu neuen Höchstständen durchzustarten, gab XRP von seinem Januar-Hoch über 2,17 Dollar um rund 19 Prozent nach.
CLARITY Act stockt
Deutlich wichtiger als das SEC-Verfahren könnte der Digital Asset Market CLARITY Act werden. Das Gesetz würde XRP ausdrücklich als Nicht-Wertpapier einstufen und damit regulatorische Klarheit schaffen.
Doch die Verabschiedung verzögert sich. Mitte Januar zog Coinbase-CEO Brian Armstrong seine Unterstützung zurück – unter anderem wegen geplanter Einschränkungen beim DeFi-Bereich und eines faktischen Verbots tokenisierter Aktien. Über 130 Änderungsanträge liegen vor, die Beratung im Bankenausschuss wurde verschoben.
Ripple-CEO Brad Garlinghouse zeigte sich in Davos optimistisch: "Es wird geschafft. Wir sind so nah dran wie nie zuvor." Realistische Szenarien gehen allerdings von Mitte 2026 aus.
Ripple baut Banking-Infrastruktur
Abseits der Regulierung schafft Ripple Fakten. Im Dezember 2025 erhielt das Unternehmen die erste Banking-Lizenz für ein Krypto-Unternehmen vom Office of the Comptroller of the Currency (OCC). Die Ripple National Trust Bank soll Reserven für den RLUSD-Stablecoin verwahren.
Zusätzlich hat Ripple einen Master Account bei der Federal Reserve beantragt. Damit könnte sich das Unternehmen direkt an FedWire und FedNow anbinden – mitten ins Herz der US-Zahlungsinfrastruktur.
Der RLUSD-Stablecoin selbst wächst deutlich: Von rund 72 Millionen Dollar beim Start im Dezember 2024 auf aktuell etwa 1,33 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung. XRP dient dabei als Brückenwährung für grenzüberschreitende Transaktionen.
Angebot auf Börsen schrumpft
Ein Detail am Rande mit möglicher Sprengkraft: Die XRP-Bestände auf Börsen sind im vergangenen Jahr um 57 Prozent gefallen – von rund 4 Milliarden auf etwa 1,5 bis 1,7 Milliarden Token. Das niedrigste Niveau seit 2017/2018.
Spot-ETFs auf XRP, die im November 2025 starteten, haben etwa 750 Millionen Token aufgesogen. Das schrumpfende Angebot macht den Kurs sensibler für Kaufdruck – schon moderate Nachfrage kann inzwischen zu deutlichen Bewegungen führen.
Die nächsten Wochen könnten Klarheit bringen. Am 11. Februar findet der XRP Community Day mit CEO Garlinghouse statt. Ob dann neue Impulse kommen oder die Seitwärtsbewegung anhält, entscheidet sich an der Spanne zwischen 1,88 und 1,94 Dollar.
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