XRP: Entwicklungsschritte analysiert
XRP startet verhalten ins neue Jahr, doch unter der Oberfläche verschiebt sich Entscheidendes. Immer weniger Token liegen auf Börsen, gleichzeitig fließt frisches Kapital über ETFs in den Markt. Im Fokus steht nun die Frage, wie lange die starke Angebotsverknappung noch gegen den hartnäckigen Widerstand knapp unter 2 US‑Dollar anläuft.
Zäher Widerstand unter 2 Dollar
Zu Jahresbeginn hat sich XRP leicht nach oben gearbeitet und notiert aktuell bei 1,87 US‑Dollar. Damit liegt der Kurs rund 38 % unter dem 52‑Wochen-Hoch, aber nur knapp über dem Jahrestief – ein Bild der Unsicherheit, nicht des Übermuts.
Charttechnisch bleibt die Zone zwischen 1,88 und 2,00 US‑Dollar der entscheidende Bremsklotz. In den vergangenen Monaten hat dieser Bereich mehrfach Aufwärtsbewegungen gestoppt. Solange ein klarer Ausbruch über 2 US‑Dollar ausbleibt, bleibt XRP in einer Konsolidierungsphase gefangen, grob umrissen durch Unterstützungen um 1,82–1,83 und tiefer bei 1,77 US‑Dollar.
Der RSI liegt mit 28,8 im überverkauften Bereich. Das deutet technisch auf eine gewisse Erholungschance hin, ändert aber nichts daran, dass jede Bewegung nach oben erst einmal gegen den etablierten Widerstand laufen muss.
Börsenbestände auf Tiefstand
Der spannendste Treiber ist derzeit eindeutig die Angebotsseite. Die auf zentralen Krypto-Börsen gehaltene Menge an XRP ist auf den niedrigsten Stand seit 2018 gefallen. Nach On-Chain-Daten sind die dort verfügbaren Bestände in den vergangenen zwölf Monaten von rund 4 Milliarden auf unter 1,5–1,6 Milliarden Token zurückgegangen – ein Rückgang von etwa 57 % seit Oktober 2025.
Das bedeutet:
- Deutlich weniger XRP stehen kurzfristig zum Verkauf bereit.
- Preisspitzen können sich stärker ausprägen, wenn die Nachfrage anzieht.
Analysten sehen darin Hinweise darauf, dass mehr XRP in längerfristige Verwahrung oder regulierte Strukturen wandern. Für den Spotmarkt bleibt damit weniger freie Liquidität übrig – ein klassisches Setup für stärkere Ausschläge in beide Richtungen.
Ripple-Escrow: Angebotswelle mit Netz
Parallel läuft das bekannte Escrow-Programm von Ripple weiter. Am 1. Januar wurde turnusgemäß 1 Milliarde XRP aus dem Escrow freigegeben – nominell rund 1,9 Milliarden US‑Dollar.
Historische Muster relativieren diese Zahl jedoch deutlich:
- Üblicherweise werden 60–80 % der monatlich freigegebenen Token wieder in neue Escrows zurückgeführt.
- Im Dezember 2025 gingen etwa 70 % zurück, sodass effektiv höchstens 300–400 Millionen XRP zusätzlich potenziell liquide wurden.
Sollte sich dieses Schema im Januar fortsetzen, bleibt der tatsächliche Angebotszuwachs überschaubar. In Kombination mit den stark gesunkenen Börsenbeständen ergibt sich damit kein klassisches Überangebots-Szenario, trotz der hohen Brutto-Freigabe.
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ETF-Zuflüsse als stabiler Nachfragepfeiler
Auf der Nachfrageseite stechen die Spot-XRP-ETFs hervor. Sie verzeichnen seit über 30 Tagen in Folge Zuflüsse. Am 30. Dezember flossen allein 15,55 Millionen US‑Dollar hinzu; insgesamt liegen inzwischen rund 1,27 Milliarden US‑Dollar in diesen Produkten.
Das hat mehrere Konsequenzen:
- Strukturelle Nachfrage: ETFs kaufen regelmäßig nach und entziehen dem Markt Token.
- Institutionelle Präsenz: Die Daten signalisieren, dass professionelle Investoren trotz Kursschwankungen engagiert bleiben.
- Puffer gegen Schwächephasen: Kontinuierliche Zuflüsse können Abgaben im Spotmarkt teilweise auffangen.
Gleichzeitig zeigt ein Fear-&-Greed-Index-Wert von 28, dass die Stimmung im Kryptomarkt insgesamt eher vorsichtig ist. XRP profitiert damit von selektiver, institutionell getriebener Nachfrage in einem sonst abwartenden Umfeld.
Technisches Bild: Konsolidierung mit Potenzial
Die technischen Indikatoren zeichnen ein gemischtes, aber nicht negatives Bild:
- Einige Oszillatoren zeigen bullische Divergenzen: Die Dynamik verbessert sich, obwohl der Kurs noch keinen klaren Ausbruch geschafft hat.
- Der MACD dreht nach oben und signalisiert aufbauenden Kaufdruck.
- Der Kurs liegt etwa 7–8 % unter dem 50‑Tage-Durchschnitt von 2,03 US‑Dollar – ein Hinweis auf kurzfristige Schwäche, aber auch auf Spielraum für eine Gegenbewegung.
Aus dieser Konstellation ergibt sich eine recht klare Spanne:
- Bullisches Szenario:
- Ein belastbarer Ausbruch über 1,88 US‑Dollar wäre der erste Schritt.
- Danach rückt der Bereich um 1,95 US‑Dollar in den Fokus.
Ein Schlusskurs über 2,00 US‑Dollar könnte zusätzliche Momentumkäufe anziehen und Short-Positionen unter Druck setzen.
Bärisches Szenario:
- Rutscht XRP unter die Zone 1,82–1,83 US‑Dollar, rückt 1,77 US‑Dollar als nächster Nachfragebereich in den Vordergrund.
- Ein Bruch darunter würde das Chartbild eintrüben und den Weg in tiefere Unterstützungszonen öffnen.
Fazit: Enges Angebot, harter Deckel
Unterm Strich startet XRP mit einer spannenden Kombination ins Jahr 2026: Die frei verfügbare Menge an Token auf Börsen ist so niedrig wie seit Jahren nicht mehr, ETF-Zuflüsse sorgen für stabile Nachfrage, und das Escrow-Programm begrenzt den Netto-Angebotsanstieg. Dem steht ein klar definierter Widerstandsbereich knapp unter 2 US‑Dollar gegenüber, der bislang jeden Ausbruchsversuch ausgebremst hat. In den kommenden Wochen dürfte sich entscheiden, ob die strukturell knappe Angebotslage ausreicht, um diese Hürde nachhaltig zu überwinden und die Kursdynamik in eine neue Phase zu führen.
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