Während der XRP-Kurs kurzfristig schwächelt, bauen institutionelle Investoren ihre Positionen im Hintergrund massiv aus. Die Diskrepanz zwischen der aktuellen Preiskorrektur und den fundamentalen Daten wird immer größer. Treiber sind dabei nicht nur anhaltende ETF-Zuflüsse, sondern vor allem die konkreten Pläne für den Börsengang von Evernorth an der Nasdaq.

Der Weg an die Wall Street

Das beherrschende Thema für Marktbeobachter ist die Bestätigung der Börsenpläne von Evernorth. Das Unternehmen strebt noch im ersten Quartal 2026 eine Notierung an der Nasdaq unter dem Ticker XRPN an. Die Umsetzung soll über eine Fusion mit dem SPAC Armada Acquisition Corp II erfolgen.

Dieser Schritt ist von strategischer Bedeutung, da Evernorth darauf abzielt, das größte institutionelle XRP-Treasury aufzubauen. Mit Beständen zwischen 388 und 473 Millionen Token bietet das Unternehmen traditionellen Aktienanlegern einen direkten Zugang zur Anlageklasse, ohne dass diese sich mit der Verwahrung privater Schlüssel befassen müssen. Unterstützt wird das Vorhaben von Schwergewichten der Branche wie Ripple und SBI Holdings.

Reserven auf 7-Jahres-Tief

Parallel zu den IPO-Plänen verknappt sich das frei handelbare Angebot dramatisch. Die Einführung der Spot-ETFs hat zu einer massiven Absorption von Coins geführt. US-Spot-ETFs halten mittlerweile über 800 Millionen XRP.

Die On-Chain-Daten untermauern dieses Bild der Verknappung:
* Börsenreserven: Die Bestände auf zentralen Handelsplattformen sind auf 1,6 Milliarden Token gefallen – ein Tiefstand, der zuletzt vor sieben Jahren verzeichnet wurde.
* ETF-Zuflüsse: Trotz der jüngsten Preisvolatilität verzeichneten die ETFs wöchentliche Nettozuflüsse von über 22 Millionen XRP.
* Marktwirkung: Seit dem Start im November 2025 wurden fast 1,37 Milliarden US-Dollar in diese Produkte investiert.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei XRP?

Analysten werten das kontinuierliche Abziehen von Assets aus dem Umlauf in Kombination mit der Strategie von Evernorth als Indikator für einen sich verschärfenden Liquiditätsengpass.

Kurs unter Druck, Ausblick optimistisch

Trotz der starken fundamentalen Daten spiegelt der Kurs diese Entwicklung kurzfristig noch nicht wider. Aktuell notiert XRP bei 2,08 US-Dollar, was einem Rückgang von 2,88 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Der jüngste Rücksetzer führte am Derivatemarkt zu einer Bereinigung, bei der Long-Positionen im Wert von über 500.000 US-Dollar liquidiert wurden.

Marktbeobachter sehen jedoch langfristiges Potenzial. Geoffrey Kendrick, Analyst bei Standard Chartered, prognostiziert basierend auf den ETF-Zuflüssen und der Nutzung im Zahlungsverkehr einen möglichen Anstieg auf bis zu 12,50 US-Dollar bis zum Jahr 2028. Auch die regulatorische Lage entspannt sich weiter: Ripple konnte zuletzt wichtige Lizenzen in Großbritannien und Luxemburg sichern, was die institutionelle Akzeptanz in Europa stärkt.

XRP befindet sich derzeit in einer engen Konsolidierungsspanne. Während kurzfristig technische Unterstützungsmarken um 2,04 US-Dollar halten müssen, sorgt die fundamentale Angebotsverknappung für eine gespannte Ausgangslage. Entscheidend für eine Trendwende wird sein, ob der Kurs die Marke von 2,45 US-Dollar nachhaltig überwinden kann, während das anstehende Evernorth-Listing als nächster konkreter Katalysator fungiert.

Anzeige

XRP: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 18. Januar liefert die Antwort:

Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

XRP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...