Die Wix-Aktie startet mit schwerem Gepäck ins neue Jahr. Gleich zwei Analystenhäuser haben ihre Bewertung des Website-Builder-Spezialisten deutlich verschärft und sehen den Titel weiter unter Druck. Hinter den negativen Einschätzungen steht ein fundamentaler Strategiewechsel des Unternehmens, der kurzfristig die Profitabilität opfert.

Herabstufung auf "Strong Sell" belastet

Ein zentraler Belastungsfaktor ist die jüngste Herabstufung durch Zacks Research. Das Analysehaus hat die Einstufung von "Hold" auf "Strong Sell" verschlechtert. Grund ist eine Neubewertung der kurzfristigen Gewinnaussichten für 2026. Wix hat angekündigt, den Fokus verstärkt auf Wachstumsinvestitionen zu legen, was die operativen Margen voraussichtlich belasten wird. Diese strategische Priorisierung von Expansion über Profitabilität trifft aktuell auf wenig Gegenliebe bei Anlegern.

Auch die technische Analyse zeichnet ein schwaches Bild. Marktbeobachter von Stock Traders Daily identifizieren ein Short-Setup, das ein Abwärtspotenzial von rund 21 Prozent vom aktuellen Niveau aus andeutet. Die Stimmung wird als schwach eingestuft, was weitere Verkäufe begünstigen könnte.

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Wachstumsinvestitionen drücken die Margen

Der fundamentale Treiber der negativen Stimmung ist ein klarer Strategiewechsel. Für 2026 plant Wix signifikante Ausgaben in mehrere Bereiche, die das Gewinnwachstum bremsen werden:

  • Integration von Base44: Die Übernahme des "Vibe Coding"-Spezialisten verursacht hohe Anlaufkosten.
  • Marketing-Offensive: Die Werbeausgaben sollen steigen, um Marktanteile zu sichern.
  • KI-Investitionen: Die Weiterentwicklung der KI-gestützten Builder bindet erhebliches Kapital.

RBC Capital Markets bestätigte in einer aktuellen Notiz zwar das langfristige Potenzial, wies aber explizit darauf hin, dass die Profitabilität in diesem Jahr hinter dem Wachstum zurückbleiben wird. Diese Aussicht hat bereits zu deutlichen Kurszielsenkungen geführt. Mehrere Banken, darunter CFRA, korrigierten ihre Ziele zuletzt von 200 auf 140 US-Dollar nach unten.

Die Fakten im Überblick

Die aktuellen Kennzahlen spiegeln die anhaltende Schwächephase wider:
* Der Titel notierte zuletzt bei rund 86,20 Euro und hat über 59 Prozent an Wert im vergangenen Jahr verloren.
* Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 236,30 Euro beträgt etwa -63,5 Prozent.
* Der Relative Strength Index (RSI) von 72,1 deutet auf eine überkaufte Situation im kurzfristigen Handel hin, was in einem generellen Abwärtstrend als Warnsignal gewertet werden kann.

Die kommenden Quartalszahlen werden genau beobachtet werden, um erste Anzeichen zu sehen, ob die hohen Investitionen in Wachstum die erhofften Erträge liefern können. Bis dahin bleibt der Titel anfällig für weitere negative Schätzungen.

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