Microsoft startet die Verteilung seines größten Windows 11-Updates seit dem Launch. Die Version 24H2, auch als "Windows 11 2024 Update" bekannt, bringt eine neue KI-Ära für PC-Nutzer – allerdings mit einem entscheidenden Haken.

Das Update ist mehr als nur ein gewöhnlicher Patch. Microsoft bezeichnet es als kompletten "Betriebssystem-Tausch", der eine völlig neue Grundlage für KI-Funktionen schafft. Für Nutzer der Versionen 22H2 und 23H2 beginnt damit ein neuer 24-Monats-Support-Zyklus.

KI-Features nur für neue Hardware

Der Clou liegt in Microsofts zweispuriger Strategie: Die spektakulärsten Neuerungen bleiben den sogenannten "Copilot+ PCs" vorbehalten. Diese Geräte verfügen über spezielle Neural Processing Units (NPUs), die komplexe KI-Aufgaben direkt auf dem Rechner statt in der Cloud verarbeiten.

Das Flaggschiff-Feature Recall sorgt bereits für Diskussionen. Die Funktion erstellt kontinuierliche Screenshots aller Nutzeraktivitäten und macht sie durchsuchbar – ein mächtiges, aber datenschutzrechtlich umstrittenes Werkzeug. Microsoft betont, dass Recall optional ist und alle Daten lokal gespeichert werden.

Weitere exklusive Features umfassen Live-Untertitel mit Echtzeit-Übersetzung, Auto Super Resolution für KI-optimiertes Gaming und kreative Tools wie den Cocreator in Paint. Sogar die Einstellungen-App erhält einen KI-Assistenten, der Konfigurationen per Spracheingabe ermöglicht.

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Verbesserungen für alle Nutzer

Doch auch Standard-PCs profitieren von substanziellen Neuerungen. Ein Höhepunkt ist die native Wi-Fi 7-Unterstützung, die Multi-Gigabit-Geschwindigkeiten und niedrigere Latenzen verspricht – vorausgesetzt, die Hardware spielt mit.

Entwickler dürften sich über Sudo für Windows freuen. Das aus Linux bekannte Kommando ermöglicht die direkte Ausführung administrativer Befehle, ohne separate Konsolen öffnen zu müssen. Zusätzlich unterstützt Windows 11 nun nativ 7z- und TAR-Archive.

Weitere Verbesserungen im Überblick:
- HDR-Hintergrundbilder: JXR-Bilddateien als Desktop-Wallpaper für brillantere Farben
- Voice Clarity: KI-basierte Rauschunterdrückung für alle PCs
- Energiesparmodus: Optimierter Stromverbrauch auch für Desktop-Rechner
- Interface-Updates: Überarbeitete Windows Hello-Oberfläche und Taskleisten-Verbesserungen

Strategie mit Kalkül

Microsofts Hardware-abhängige Rollout-Strategie ist kein Zufall. Wer die neuesten KI-Features will, muss investieren. Das dürfte den PC-Markt ankurbeln und die Verbreitung KI-fähiger Prozessoren beschleunigen.

Die Integration von Entwickler-Tools wie Sudo zeigt Microsofts Bemühungen, Windows für Programmierer attraktiver zu machen. Kritik gibt es dennoch: Das Update wiegt rund 4 Gigabyte – hauptsächlich wegen der KI-Modelle für alle Nutzer.

Verfügbarkeit und Ausblick

Der Rollout erfolgt schrittweise. Seit Oktober 2024 erhalten erste Geräte das Update, die breite Verteilung läuft noch an. Nutzer können manuell unter Einstellungen > Windows Update nach Updates suchen.

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Einige KI-Features durchlaufen zunächst das Windows Insider-Programm, bevor sie ab November in ausgewählten Märkten starten. Microsoft verspricht eine intelligentere, reaktionsschnellere Windows-Erfahrung – zumindest für diejenigen mit der passenden Hardware.