Wiener Börse tritt nach Rekord auf der Stelle
Der heimische Leitindex ATX zeigte sich am Mittwoch nahezu unverändert. Nach dem jüngsten Rekordhoch ging es nur minimal um 0,01 Prozent auf 5.619,45 Punkte zurück. Auch europaweit herrschte vor einer wichtigen Weichenstellung in den USA eine abwartende Stimmung.
Abwartende Anleger vor US-Entscheidung
Die Börsenakteure in Europa agierten zurückhaltend. Der Grund: Am Abend stand die Bekanntgabe des US-Leitzinsentscheidung an. Die Analysten der Helaba rechneten mit einem Stillhalten der US-Notenbank Fed.
Diese hatte den Leitzins zuletzt dreimal in Folge gesenkt. Er liegt nun zwischen 3,50 und 3,75 Prozent. Für eine Pause sprechen aus Expertensicht zwei Faktoren:
* Die Inflation liegt noch über dem angestrebten Ziel der Fed.
* Die jüngsten Konjunkturdaten fielen überwiegend positiv aus.
Gemischtes Bild bei heimischen Schwergewichten
Am österreichischen Aktienmarkt herrschte auf Unternehmensebene eine ruhige Lage. Die Kurse bewegten sich in unterschiedliche Richtungen:
- Strabag: Die Aktien des Baukonzerns gaben um 1,6 Prozent nach. Am Vortag waren sie nach einer erhöhten Gewinnprognose noch um fast zwölf Prozent gestiegen. Das dürfte für eine gewisse Gewinnmitnahme gesorgt haben.
- Banken: Bei den finanzstarken Banktiteln gab es keinen einheitlichen Trend. Während BAWAG (+0,4%) und Raiffeisen Bank International (+0,7%) zulegten, notierte die Erste Group 0,6 Prozent im Minus.
- Technologie: Positive Impulse kamen aus dem Technologiesektor. Die Anteilsscheine von AT&S stiegen um 2,1 Prozent. Europaweit sorgten die Zahlen des Halbleiterausrüsters ASML für gute Stimmung in der Branche.
Insgesamt zeigt sich: Nach der jüngsten Rekordjagd macht der ATX eine kurze Verschnaufpause. Die großen Weichen werden nun anderswo gestellt – die Anleger blicken gespannt nach Washington.








