Vulcan Energy treibt sein Großprojekt "Lionheart" in Deutschland massiv voran und sicherte sich kürzlich Milliardenfinanzierungen. Doch am Aktienmarkt spiegelt sich dieser operative Fortschritt derzeit nicht wider. Während strategische Partner wie HOCHTIEF ihr Engagement ausbauen, senken Analysten ihre Kursziele und sorgen für Verunsicherung bei Anlegern. Die Frage drängt sich auf: Übersehen die Märkte das Potenzial oder wiegen die Sektor-Risiken schwerer?

Analysten uneinig über Bewertung

Trotz operativer Meilensteine steht die Bewertung der Aktie unter Druck. Der Konsens der Analysten hat sich eingetrübt: Das durchschnittliche Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten wurde um fast 14 Prozent gesenkt. Dieser Schritt reflektiert die allgemeinen Herausforderungen im Lithiumsektor, die auch an Vulcan Energy nicht spurlos vorbeigehen. Die Aktie, die aktuell bei 2,30 Euro notiert, verlor in den letzten 30 Tagen rund 28 Prozent an Wert.

Diese Skepsis zeigt sich auch bei institutionellen Anlegern, allerdings mit unterschiedlichen Vorzeichen. Während Vanguard seine Position deutlich reduzierte, nutzten spezialisierte Fonds wie der VanEck Vectors Rare Earth ETF und der Global X Lithium & Battery Tech ETF die niedrigen Kurse, um ihre Anteile aufzustocken.

Strategische Partner setzen auf Ausbau

Im Gegensatz zum breiten Marktkonsens hält das Analysehaus Bell Potter an seiner Kaufempfehlung fest und sieht deutliches Aufwärtspotenzial. Gestützt wird diese optimistische Haltung durch massive Investitionen strategischer Partner. Besonders hervorzuheben ist HOCHTIEF, das seinen Anteil am Unternehmen von 6,7 Prozent auf 15,7 Prozent mehr als verdoppelt hat.

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Zusätzlich sorgen Investitionen von Siemens und dem KfW-Rohstofffonds für eine stabilere Bewertungsbasis. Diese Partner scheinen den Fokus weniger auf kurzfristige Marktschwankungen als auf die langfristige Perspektive des Projekts zu legen.

Finanzierung und Baufortschritt gesichert

Operativ schafft das Unternehmen Fakten. Anfang Dezember konnte ein umfassendes Finanzierungspaket über 2,2 Milliarden Euro gesichert werden, was die finale Investitionsentscheidung für die erste Phase des Lionheart-Projekts ermöglicht. Der Mix aus Fremdkapital, staatlichen Zuschüssen und Eigenkapital deckt die geplante Bauzeit von 2,5 Jahren ab.

Ein weiterer konkreter Schritt erfolgte am 15. Dezember mit der Vergabe eines Auftrags an ABB. Das Volumen von 46 Millionen Euro umfasst die komplette elektrische Infrastruktur für die Anlagen in Landau und im Industriepark Höchst.

Die Diskrepanz zwischen operativem Fortschritt und der aktuellen Kursentwicklung bleibt das bestimmende Thema. Mit der gesicherten Finanzierung und dem Status als strategisches Projekt der EU liegt der Fokus nun auf der Umsetzung: Die kommerzielle Produktion von Lithiumhydroxid für rund 500.000 E-Fahrzeuge soll 2028 starten.

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