Vingegaards spektakulärer Angriff: Dänen-Star stürmt bei Vuelta nach vorne

Jonas Vingegaard hat bei der Vuelta ein beeindruckendes Comeback hingelegt! Der zweifache Tour-de-France-Sieger entschied nicht nur die neunte Etappe für sich, sondern katapultierte sich auch in der Gesamtwertung nach vorne. Sein spektakulärer Angriff im finalen Anstieg begeisterte die Radsportwelt.
Dramatische Aufholjagd im Schlussanstieg
Zehn Kilometer vor dem Ziel schlug Vingegaard zu. Der Visma-Fahrer setzte sich im langen Schlussanstieg der 195 Kilometer langen Etappe von Alfaro nach Valdezcaray ab und ließ seine Konkurrenten entsetzt zurück. Am Ende siegte der Däne mit 24 Sekunden Vorsprung vor dem Briten Thomas Pidcock und dem Portugiesen Joao Almeida.
Doch der eigentliche Clou: Vingegaard verkürzte seinen Rückstand auf Gesamtführenden Torstein Träen von satten 2:33 Minuten auf nur noch 37 Sekunden! Eine atemberaubende Aufholjagd, die das Gesamtklassement völlig neu ordnet.
Felix Gall: Der stille Aufsteiger
Während alle Augen auf Vingegaard gerichtet waren, vollzog Felix Gall einen leisen, aber nicht weniger beeindruckenden Aufstieg. Der Österreicher wurde Vierter mit 1:02 Minuten Rückstand und verbesserte sich vom zehnten auf den fünften Gesamtrang.
Gall halbierte damit praktisch seine Platzierung und geht mit 2:14 Minuten Rückstand auf Träen als Fünfter in den Ruhetag. Für den Tour-de-France-Fünften ist dies bereits die zweite Top-Five-Platzierung bei einem Grand-Tour-Rennen in dieser Saison.
Träen kämpft um das Rote Trikot
Noch führt Torstein Träen die Vuelta, aber der Norweger musste schwer zittern. "Es war wirklich hart, Jonas war so schnell, ich habe sehr gelitten und bin wirklich froh, dass ich noch im Roten Trikot bin", gestand der Außenseiter, der seit der 6. Etappe führt.
Doch die Frage drängt sich auf: Wie lange kann Träen der Vingegaard-Offensive noch standhalten? Der Däne wirkt jeden Tag stärker und könnte seinen ersten Vuelta-Triumph anpeilen.
Vingegaards Triumph und Ambitionen
Für Vingegaard war es der 40. Profisieg seiner Karriere - und vielleicht einer der wichtigsten. "Ich habe mich total großartig gefühlt. Ich bin superglücklich", strahlte der Däne nach dem Zieleinlauf.
Doch Vingegaard denkt bereits weiter: "Das Rote Trikot war noch nicht mein Ziel. Es ging nur darum, die Etappe zu gewinnen und etwas Zeit auf meine Gegner rauszuholen." Eine klare Warnung an alle Konkurrenten!
Die aktuelle Top 5 der Gesamtwertung:
- Torstein Träen (Bahrain)
- Jonas Vingegaard (Visma) +0:37 Minuten
- Joao Almeida (UAE) +1:15 Minuten
- [Platz 4]
- Felix Gall +2:14 Minuten
Die 80. Vuelta endet zwar erst in zwei Wochen, aber nach Vingegaards Demonstration der Stärke dürfte der Kampf um das Rote Trikot noch spannender werden. Bleibt der Däne in dieser Form, steht seinem ersten Vuelta-Sieg vielleicht wirklich nichts mehr im Weg.