Verallia Aktie: Grenze erreicht?

Während der Mehrheitseigner BWGI seine Kontrolle über den Glasverpackungsspezialisten festigt, zeigt die Aktie eine erschreckende Eigendynamik. Trotz erfolgreichem Übernahmeangebot und konsolidierter Eigentümerstruktur setzt sich der Abwärtstrend ungebremst fort. Was treibt den Titel immer weiter in die Tiefe?
Erfolgreiche Übernahme, enttäuschende Reaktion
Eigentlich hätte die jüngste Entwicklung Anleger begeistern müssen: BWGI erhöhte durch ein freiwilliges Kaufangebot ihre Beteiligung an Verallia auf 77,05 Prozent des Kapitals. Während der Wiedereröffnungsphase wurden 8,14 Millionen Aktien zu 28,30 Euro pro Stück angedient - ein deutliches Zeichen des Vertrauens des Mehrheitseigners.
Doch der Markt reagierte anders. Statt sich an der konsolidierten Eigentümerstruktur zu erfreuen, dominieren Verkaufsignale. Die Aktie notiert aktuell bei 24,54 Euro und damit deutlich unter dem Angebotspreis von 28,30 Euro. Eine bittere Entwicklung für jene, die während des Tender Offers verkauften.
Operative Schwächen wiegen schwerer
Die eigentlichen Treiber der Talfahrt liegen in den operativen Zahlen begraben. Die Halbjahreszahlen 2025 zeichneten ein durchzogenes Bild:
- Umsatzrückgang um 2,4% auf 1.723 Millionen Euro
- Gesunkene Verkaufspreise drücken auf die Margen
- Bereinigtes EBITDA fiel auf 351 Millionen Euro (Vorjahr: 431 Mio.)
- EBITDA-Marge sank von 24,4% auf 20,4%
Zwar gab es Lichtblicke wie eine sequentielle Verbesserung im zweiten Quartal und einen positiven Free Cash Flow von 66 Millionen Euro. Doch diese reichten nicht aus, um die enttäuschten Erwartungen der Anleger zu übertreffen.
Technisches Bild bestätigt die Schwäche
Die technische Analyse untermauert die fundamentale Enttäuschung. Der Kurs notiert deutlich unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten:
- 11,62% unter dem 50-Tage-Durchschnitt (27,77 €)
- 9,85% unter dem 200-Tage-Durchschnitt (27,22 €)
- 18,63% unter dem 52-Wochen-Hoch (30,16 €)
Der RSI von 76,7 deutet zudem auf überverkaufte Konditionen hin - könnte hier eine technische Erholung anstehen? Die hohe Volatilität von 30% spricht jedoch für weiterhin nervöses Handeln.
Kann Verallia die operative Trendwende schaffen, die der Kurs so dringend benötigt? Ofer bleibt der Titel vorerst ein Spielball der Sorgen um sinkende Margen und Verkaufspreise.
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