Die Zahlen könnten kaum besser sein: Veeva Systems legte im zweiten Quartal kräftig zu und übertraf die Erwartungen. Parallel verkündete der Cloud-Spezialist für die Life-Sciences-Branche eine prestigeträchtige Partnerschaft mit dem Biotech-Riesen Amgen. Doch die Anleger reagierten am Freitag merkwürdig gleichgültig – die Aktie schloss im Minus. Steckt mehr dahinter als nur eine kurzfristige Gewinnmitnahme nach dem jüngsten Anstieg?

Solide Zahlen und eine große Partnerschaft

Der detaillierte Quartalsbericht (10-Q), der am Freitag eingereicht wurde, untermauerte die bereits zu Wochenbeginn kommunizierten starken Ergebnisse. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um beachtliche 16,7 % auf 789,08 Millionen US-Dollar, angetrieben von den Subscription Services, die ein Plus von 17 % verzeichneten. Der Nettogewinn stieg ebenfalls um 17,1 % auf über 200 Millionen US-Dollar. Die operative Cashflow-Generierung für das erste Halbjahr belief sich auf über 1,1 Milliarden Dollar.

Noch bedeutsamer für die langfristige Strategie ist die neu geschlossene Partnerschaft mit Amgen. Der Biotech-Konzern wird Veevas gesamte Clinical Platform für seine klinischen Studien nutzen. Diese Allianz unterstreicht die Führungsposition von Veeva in diesem hochregulierten Sektor und könnte die Tür für weitere Großkunden öffnen.

Warum also der Kursrückgang?

Trotz der positiven Neuigkeiten gab die Aktie am Freitag nach und notierte mit einem Minus von 1,29 % bei 230,20 Euro. Eine mögliche Erklärung: Der Kurs war nach der ersten Bekanntgabe der Zahlen am Dienstag bereits kräftig gestiegen. Die nun veröffentlichten Details und die Amgen-Partnerschaft enthielten für viele Anleger vielleicht keine unmittelbaren Überraschungen mehr, die einen weiteren Aufwärtsschub gerechtfertigt hätten. Es handelte sich wohl um einen klassischen "Buy the Rumor, Sell the News"-Moment.

Hinzu kommt die allgemeine Bewertung: Veeva wird von der Börse nach wie vor als qualitativ hochwertiges Wachstumsunternehmen eingestuft. Um solche Bewertungen zu rechtfertigen, müssen die Ergebnisse nicht nur gut, sondern herausragend sein und positive Überraschungen liefern.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Veeva?

Langfristiger Ausblick bleibt intakt

Jenseits der kurzfristigen Kursbewegungen deuten die Fundamentaldaten auf eine gesunde Zukunft hin. Das Management bekräftigte seinen Fünfjahresplan mit einem Umsatzziel von 6 Milliarden Dollar. Zudem beendete eine kürzlich bekanntgewordene Einigung im Rechtsstreit mit dem Konkurrenten IQVIA eine lange Unsicherheit und eröffnet neue Geschäftsmöglichkeiten für Veevas Commercial Cloud.

Die Frage ist nun: Haben die Anleger die positiven Nachrichten nur vorübergehend ignoriert, oder zweifeln sie am langfristigen Wachstumstempo? Die kommende Woche wird zeigen, ob der Markt die fundamentale Stärke des Unternehmens würdigt.

Veeva-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Veeva-Analyse vom 31. August liefert die Antwort:

Die neusten Veeva-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Veeva-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Veeva: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...