Der Uranmarkt startet 2026 mit starker Dynamik. Lieferkürzungen großer Produzenten treffen auf erhöhte physische Nachfrage und operative Fortschritte bei Minenprojekten — das treibt die Kurse führender Anbieter deutlich nach oben. Wie nachhaltig ist die Rallye?

Wesentliche Fakten auf einen Blick
- Denison Mines: Projekt Phoenix gilt jetzt als „construction-ready“; Aktie in Toronto +13,7%.
- Joint Venture Denison / Skyharbour: 61,5 Mio. CAD zur Erweiterung der Explorationsflächen.
- Kazatomprom: Geplante Produktionskürzung 2026 von ~10% (≈8 Mio. Pfund).
- Energy Fuels: Produktion 2025: 1,6 Mio. Pfund; Aktie +14,7%.
- Physische Fonds: Aufstockung um rund 100.000 Pfund.
- Bank of America: Prognose Uran-Preis von 135 USD pro Pfund im Jahresverlauf.
- Weitere Nachfragequelle: Großprojekte für neue Reaktoren (u. a. JV Cameco/Brookfield/Westinghouse, Volumen ca. 80 Mrd. USD).

Operative Meilensteine und Marktreaktion

Denison sorgte für die auffälligste Kursbewegung: Die Einstufung des Phoenix‑Projekts als „construction-ready“ löste einen Kursanstieg von 13,7% aus. Ergänzt wird das durch ein 61,5‑Mio.-CAD-Joint‑Venture mit Skyharbour, das die Explorationsbasis rund um Phoenix ausweitet. Solche Meilensteine signalisieren Investoren Fortschritt in der Projektpipeline, bringen aber erst dann zusätzliche Liefermengen, wenn Bau und Inbetriebnahme folgen.

Energy Fuels meldete 1,6 Mio. Pfund Produktion für 2025 und verzeichnete ebenfalls zweistellige Kursgewinne. Diese operativen Überraschungen stützen die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer und verstärken kurzfristig die Nachfrage nach Produzentenaktien.

Angebotsseite und Nachfrageverschiebungen

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Kazatomprom reduziert die Produktion um rund 8 Mio. Pfund für 2026 — das entspricht etwa 5% des weltweiten Primärangebots. Parallel verlagern Käufer ihre Bezugspolitik weg von russischen Quellen; längerfristige Verträge mit nordamerikanischen und australischen Partnern gewinnen an Bedeutung. Institutionelle physische Fonds stocken Bestände hinzu, was das verfügbare Spotangebot weiter verengt.

Auf der Nachfrageseite spielen neben traditionellem Kraftwerksbedarf auch große Infrastrukturprojekte eine Rolle: Gemeinsame Initiativen zum Bau neuer Reaktoren deuten auf robuste Langfristnachfrage hin.

Ausblick — Bedingungen für die Fortsetzung der Rallye

Die Rallye dürfte anhalten, solange sich drei Faktoren bestätigen: anhaltende Produktionskürzungen (insbesondere Kazatomprom), zusätzliche physische Nachfrage und Verzögerungen beim Zufluss neuer Fördermengen. Bank of America prognostiziert deshalb einen Preisanstieg auf 135 USD pro Pfund im Jahresverlauf — eine Erwartung, die auf dem aktuellen Angebotsdefizit und zunehmenden physischen Käufen fußt.

Sollten dagegen die Produktionskürzungen aufgehoben werden oder mehrere größere Projekte schneller als erwartet in die Förderung gehen, könnte der Preisdruck nachlassen. Kurzfristig bleibt der Markt jedoch von Angebotsknappheit und operativen Nachrichten der Produzenten geprägt — das erklärt die jüngsten zweistelligen Kursbewegungen bei Denison und Energy Fuels.

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