UnitedHealth steht vor einer Bewährungsprobe. Am kommenden Dienstag legt der US-Krankenversicherer seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor – und Anleger sind nervös. Die vergangene Woche brachte intensive Befragungen vor dem Kongress, ein überraschendes Zugeständnis des CEO und eine erneute Kurszielsenkung durch Analysten.

Unbequeme Fragen aus Washington

Am Donnerstag musste sich CEO Stephen Hemsley vor zwei Ausschüssen des Repräsentantenhauses rechtfertigen. Im Mittelpunkt: steigende Gesundheitskosten, hohe Ablehnungsquoten bei Versicherungsansprüchen und die Marktmacht des Konzerns. Beide Parteien kritisierten zudem die Millionengehälter der Führungsetage.

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Hemsley kündigte an, sämtliche Gewinne aus den individuellen ACA-Versicherungsplänen für 2026 freiwillig zurückzuzahlen – eine strategische Entscheidung angesichts der laufenden Debatte über die Zukunft der staatlichen Gesundheitssubventionen. Parallel dazu gab der Bundesstaat Louisiana bekannt, den Medicaid-Vertrag mit UnitedHealthcare zu beenden. Betroffen sind rund 330.000 Versicherte. Hintergrund ist eine Klage wegen angeblicher Überrechnung bei Medikamentenpreisen.

Analysten vorsichtig, Bewertung attraktiver

Morgan Stanley senkte am Freitag das Kursziel minimal von 411 auf 409 Dollar, hält aber an der "Overweight"-Einstufung fest. Die Branche kämpft seit Monaten mit steigenden medizinischen Kosten und schärferen Regulierungen, vor allem im Medicare-Advantage-Geschäft. UnitedHealth hat darauf reagiert und zieht sich aus unrentablen Bereichen zurück – rund eine Million Mitglieder sind betroffen.

Entscheidend wird die Medical Loss Ratio, also der Anteil der Prämien, der für Behandlungskosten ausgegeben wird. Hat sich die Nutzung stabilisiert oder steigt sie weiter? Die Antwort wird den Kurs bewegen.

Am Dienstag, 27. Januar 2026, folgen die konkreten Zahlen samt Ausblick auf das laufende Jahr. Analysten erwarten Erlöse von 113,8 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von lediglich 2,12 Dollar – ein massiver Rückgang gegenüber 6,81 Dollar im Vorjahresquartal. Besonders die Prognose für die Kostenentwicklung 2026 dürfte über die weitere Kursrichtung entscheiden.

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