Unicharm Aktie: Zwischen Milliarden-Rückkauf und Asien-Krise

Während der japanische Konsumgüterkonzern Unicharm seinen Aktionären mit einem milliardenschweren Aktienrückkauf und Rekorddividenden entgegenkommt, kämpft das Unternehmen gleichzeitig mit massiven operativen Problemen in seinen Schlüsselmärkten. Die jüngsten Halbjahreszahlen offenbaren ein gespaltenes Bild: Die Heimatmarkt Japan glänzt mit Rekorden, während die internationalen Geschäfte – insbesondere in China und Indonesien – erheblich unter Druck geraten sind.
Machtpoker um Aktionärsrenditen
Unicharm hat sein im Februar 2025 angekündigtes Aktienrückkaufprogramm erfolgreich abgeschlossen. Bis zum 22. August kaufte der Konzern eigene Aktien im Wert von rund 22 Milliarden Yen zurück – das entspricht etwa 1,14 Prozent des Eigenkapitals. Diese Maßnahme unterstreicht die entschlossene Kapitalrückführungspolitik des Unternehmens, das sich zum Ziel gesetzt hat, mindestens 50 Prozent des Gewinns an seine Aktionäre auszuschütten.
Die finale Rückkauf-Tranche allein umfasste fast 10 Millionen Aktien im Wert von etwa 10 Milliarden Yen. Diese aggressive Rückkaufstrategie soll die Eigenkapitalrendite steigern und den Aktionärsvalue nachhaltig erhöhen.
Asien-Geschäft stürzt ins Minus
Die am 5. August veröffentlichten Halbjahreszahlen zeigen die gravierenden regionalen Disparitäten. Während der Nettoumsatz um 4,8 Prozent auf 464,17 Milliarden Yen einbrach, sank das Kernoperating Ergebnis sogar um 22 Prozent auf 57 Milliarden Yen. Erstaunlicherweise stieg der bereinigte Gewinn dennoch um 5,5 Prozent – ein Ergebnis geschickter Kostenoptimierung und verbesserter Finanzerträge.
Drei Hauptfaktoren belasten das internationale Geschäft:
- Auswirkungen nach Rekordgewinnen im Vorjahreszeitraum
- Reputationsprobleme im Bereich Feminine Hygiene in China
- Verschärfter Wettbewerb in gesamten asiatischen Märkten
Indonesien-Debakel belastet Gesamtbilanz
Besonders alarmierend: Die indonesische Tochtergesellschaft UCID verzeichnete ein Nettoverlust von 6,2 Milliarden Rupiah – ein dramatischer Sturz im Vergleich zum Vorjahresgewinn von 255,2 Milliarden Rupiah. Der Umsatz brach um 14,5 Prozent ein, was die anhaltenden strukturellen Probleme in dieser Schlüsselregion unterstreicht.
Dividendengarantie trotz Turbulenzen
Trotz der operativen Herausreichen hält Unicharm unbeirrt an seiner Dividendenzusage fest. Für 2025 plant der Konzern eine Gesamtdividende von 18 Yen je Aktie – bereits das 24. Jahr in Folge mit einer Erhöhung. Die Ausschüttungsquote wurde zudem von 30 auf 35 Prozent angehoben.
Während die Aktie mit einem Abschlag von über 40 Prozent zum Jahreshoch kämpft, zeigt Unicharm mit seiner aggressiven Kapitalrückführung weiterhin Entschlossenheit. Die Frage bleibt: Kann der Konzern seine operativen Probleme in Asien in den Griff bekommen, bevor die großzügigen Aktionärsgeschenke auf wackeligem Fundament stehen?
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