Hedgefonds drehen den Druck auf: Mehrere große Adressen haben ihre Wetten gegen die TeamViewer-Aktie zuletzt deutlich ausgebaut – ausgerechnet in einer Phase, in der der Kurs ohnehin nahe am Jahrestief notiert. Die zentrale Frage lautet: Wie passt dieser zunehmende Shortdruck zu einer Bewertung, die auf dem Papier günstig wirkt?

Short-Seller erhöhen Einsatz

Zum Stichtag Samstag, 17. Januar 2026, melden mehrere Hedgefonds im Bundesanzeiger steigende Netto-Leerverkaufspositionen in TeamViewer.

Auffällig sind vor allem folgende Punkte:

  • Neuer Short-Seller: GLG Partners LP mit 0,63 % der Aktien
  • Aufstockung: AQR Capital Management von 2,61 % auf 2,75 %
  • Aufstockung: Qube Research & Technologies von 1,68 % auf 1,76 %
  • Bestehende Position: Citadel Securities (Europe) mit 0,51 %

Damit summieren sich die offen gemeldeten Short-Positionen spürbar und verstärken den Abwärtsdruck auf einen bereits schwachen Wert. Am Freitag schloss die Aktie bei 5,75 Euro, rund 1,6 % tiefer. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von gut 4 %, während das Papier in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 45 % an Wert verloren hat.

Charttechnisch bleibt die Lage angespannt: Der Kurs liegt rund 57 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 13,42 Euro und nur wenige Prozent über dem Tief bei 5,42 Euro. Der RSI von 27,6 signalisiert eine überverkaufte Situation, was die Nervosität kurzfristiger Marktteilnehmer zusätzlich anheizen kann.

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Parallel zur Short-Aktivität hat TeamViewer am Freitagabend eine neue Stimmrechtsmitteilung veröffentlicht. Konkrete Details aus dieser Bewegung im Aktionariat liegen zwar nicht im Fokus der Meldung, sie unterstreicht jedoch, dass die Anteilseignerstruktur in Bewegung ist – ein zusätzlicher Faktor für mögliche Kursschwankungen.

Bewertung und Analystenziele im Kontrast

Fundamental entsteht ein deutlicher Kontrast zwischen Marktpreis und Kennzahlen. Aus dem Quelltext ergeben sich mehrere zentrale Bewertungsaspekte:

  • KGV 2024: 12,24
  • Erwartetes KGV 2025: 5,87
  • Durchschnittliches Analystenkursziel: 12,97 Euro

Damit signalisiert der Markt aktuell ein hohes Misstrauen: Der Schlusskurs von 5,75 Euro liegt mehr als 50 % unter dem durchschnittlichen Kursziel, obwohl die Multiples historisch niedrig erscheinen. Auf dem Papier ergibt sich so ein erhebliches theoretisches Aufwärtspotenzial.

Gleichzeitig wird im Umfeld auf verfehlte bzw. nur knapp erreichte Umsatzziele für 2025 sowie eine schwache Wochenperformance des Tech-Sektors verwiesen. Diese Kombination aus branchenseitiger Unsicherheit und rückläufigem Vertrauen in das Wachstum des Unternehmens dürfte ein wesentlicher Grund sein, warum Short-Seller ihre Positionen in dieser Größenordnung ausbauen.

Kurzfristig zeigt auch der Blick auf die gleitenden Durchschnitte, wie stark der Titel abgesackt ist: Der Kurs liegt rund 32 % unter dem 200‑Tage-Durchschnitt von 8,40 Euro und damit klar im Abwärtstrend.

Technische Lage und Blick auf den Februar

Charttechnisch konzentriert sich vieles auf den Bereich um das 52‑Wochen-Tief bei knapp über 5,40 Euro. Hält diese Zone, wäre eine technische Gegenbewegung nicht ausgeschlossen – zumal die hohe Short-Quote im Fall positiver Impulse als zusätzlicher Treiber wirken könnte. Fällt die Unterstützung dagegen klar, dürfte dies neue Verkaufswellen anziehen und den Abwärtstrend bestätigen.

Ein zeitlich klarer Fixpunkt steht bereits fest: Am 10. Februar 2026 legt TeamViewer planmäßig die nächsten Quartalszahlen vor. Bis dahin trifft eine niedrige Bewertung auf zunehmenden Shortdruck. Die Reaktion auf die Zahlen dürfte entscheidend dafür sein, ob sich das Bild in Richtung einer Entspannung mit möglichem Short Squeeze oder in Richtung einer weiteren Abwärtsphase verschiebt.

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