Stride Aktie: Entscheidungswoche
Die Aktie des Bildungsanbieters Stride steht vor einer der wichtigsten Wochen ihrer jüngeren Geschichte. Während am Dienstag die Quartalszahlen anstehen, lastet ein schwerwiegender Vorwurf auf dem Unternehmen: die systematische Aufblähung von Schülerzahlen. Diese Woche wird zeigen, ob das Geschäftsmodell hält, was es verspricht.
Die schweren Vorwürfe im Detail
Der Kurs hat in den letzten Monaten bereits massiv unter den Vorwürfen gelitten. Mehrere Sammelklagen und eine aktive Untersuchung der Anwaltskanzlei Bragar Eagel & Squire werfen Stride schwerwiegendes Fehlverhalten vor. Der Vorwurfskatalog ist umfangreich und trifft das Kerngeschäft: Die Klagen behaupten, das Unternehmen habe Einschreibezahlen mit sogenannten "Geisterschülern" künstlich erhöht, gegen Vorschriften im Sonderpädagogikbereich verstoßen, Whistleblower unterdrückt und Probleme wie Lehrerausfälle sowie technische Pannen verschleiert. Diese Anschuldigungen stellen die Glaubwürdigkeit vergangener finanzieller Erfolge fundamental in Frage.
Der Quartalsbericht als Lackmustest
Vor diesem düsteren rechtlichen Hintergrund erhalten die anstehenden Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2026 am Dienstag, dem 27. Januar, eine entscheidende Bedeutung. Der Bericht wird vom Markt als "Wahrheitsserum" behandelt werden. Alle Augen werden darauf gerichtet sein, ob die Vorwürfe zu einer Korrektur der Einschreibezahlen oder der Jahresprognose für 2026 führen. Das Management steht unter enormem Druck, sowohl die operativen Ergebnisse zu präsentieren als auch die laufenden rechtlichen Auseinandersetzungen glaubwürdig zu adressieren.
Geteilte Analystenmeinung bei klarem Kursverfall
Trotz der Krisenstimmung zeigen die fundamentalen Kennzahlen ein gemischtes Bild. Bei einem KGV von etwa 11,5 und einer Marktkapitalisierung von rund 3,2 Milliarden Dollar erscheint die Bewertung auf den ersten Blick moderat. Die Analystenmeinungen sind gespalten, aber der Konsens bleibt vorsichtig optimistisch. So hielt Barrington Research am 21. Januar ein "Outperform"-Rating mit einem Kursziel von 125 Dollar aufrecht. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwa 107 Dollar und impliziert ein theoretisches Aufwärtspotenzial von über 45 Prozent zum letzten Schlusskurs von 73,26 Dollar. Diese enorme Diskrepanz zwischen Bewertung und Kurs spiegelt das massive Risikoaufschlag wider, den der Markt aufgrund der Betrugsvorwürfe aktuell verlangt.
Die Richtung der Aktie wird sich diese Woche entscheiden. Gelingt es dem Management am Dienstag, die Vorwürfe glaubhaft zu entkräften und solide Einschreibezahlen vorzulegen, könnte sich die Stimmung rasch drehen. Bestätigt der Bericht jedoch die in den Klagen behaupteten Schwächen, dürfte der Test der Jahrestiefs nahe 60 Dollar wahrscheinlich werden.
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