Starkes Kursminus bei Starbucks nach negativer Prognose von Moody's. Umbaupläne und sinkende Profitabilität belasten den Kaffeeriesen.

Die Aktie des Kaffeegiganten erlebt schwere Zeiten. Nach einem deutlichen Kursrutsch und einer düsteren Prognose von Moody's fragen sich viele: Ist die Erfolgsgeschichte vorbei oder ist das nur eine vorübergehende Schwächephase? Der Blick hinter die Kulissen zeigt ein komplexes Bild.

Zuletzt gehörte das Papier mit einem Tagesverlust von sechs Prozent zu den Schlusslichtern an der Wall Street. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. In den vergangenen drei Monaten ging es für den Titel fast 30 Prozent bergab. Die Bären scheinen hier klar am Drücker zu sein.

Moody's sieht dunkle Wolken aufziehen

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Verstärkt wird die Unsicherheit durch die Ratingagentur Moody's. Am 30. April senkten die Bonitätswächter den Ausblick für die Verbindlichkeiten des Unternehmens von "stabil" auf "negativ". Zwar wurden die bestehenden Ratings wie das Baa1 für die vorrangigen unbesicherten Anleihen bestätigt, doch das Signal ist eindeutig: Die Risiken nehmen zu.

Was sind die Gründe für diese Skepsis? Moody's verweist auf eine schwindende Profitabilität und sich verschlechternde Kreditkennzahlen. Sinkende Umsätze je Filiale und höhere Investitionen, insbesondere in Personal im Rahmen des Umbauplans "Back to Starbucks", belasten die Bilanz. Der bereinigte Schuldenstand im Verhältnis zum operativen Ergebnis (Debt/EBITDA) kletterte laut Moody's von etwa 2,9 auf rund 3,2.

Teurer Umbau in schwierigen Zeiten?

Der eingeleitete Konzernumbau soll die Weichen für die Zukunft stellen, verursacht aber kurzfristig erhebliche Kosten. Dies geschieht ausgerechnet in einer Zeit, in der die Konsumlaune weltweit wegen gestiegener Lebenshaltungskosten angespannt ist. Kein Wunder also, dass Zweifel aufkommen, ob die Kunden bereit sind, weiterhin tief für ihren Kaffee in die Tasche zu greifen.

Die Ratingagentur warnt: Der Umbauplan könnte die Kennzahlen kurzfristig weiter belasten, bevor die Maßnahmen greifen und eine Erholung einsetzt. Auch der zunehmende Wettbewerb und anhaltender Kostendruck bei Personal und Rohstoffen machen dem Konzern zu schaffen.

Nicht alles ist schlecht

Trotz der aktuellen Probleme und des negativen Ausblicks behält Moody's die grundsätzliche Bonitätseinstufung bei. Das Fundament scheint also noch intakt. Gestützt wird dies durch die enorme Markenstärke, die dominante Stellung im US-Kaffeemarkt, die globale Präsenz und die schiere Größe des Unternehmens.

Auch die Innovationskraft, das beliebte Treueprogramm und eine solide Liquidität werden positiv hervorgehoben. Als Zeichen einer vorsichtigen Finanzpolitik wird zudem gewertet, dass Aktienrückkäufe für den Rest des Geschäftsjahres 2025 ausgesetzt bleiben sollen.

Für eine wieder positivere Bewertung müsste Starbucks jedoch nachhaltig die Umsätze steigern, insbesondere durch mehr Kundenfrequenz, und die Schulden deutlich drücken. Bis dahin bleibt die Lage angespannt und die Aktie dürfte volatil bleiben.

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