Solana startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Während der Kurs sich nach der Erholung Anfang Januar etwas einpendelt, zieht die Aktivität im Netzwerk deutlich an. Gleichzeitig stellt CEO Anatoly Yakovenko klar: Solana soll sich nicht „einfrieren“, sondern dauerhaft weiterentwickeln – ein deutlicher Kontrapunkt zur von Ethereum diskutierten „Ossification“. Wie gut passt dieser Innovationsanspruch zur aktuellen Lage von SOL?

Kursentwicklung: Erholt, aber weit unter Hoch

SOL notiert aktuell bei 142,27 US‑Dollar und gab am Freitag rund 3 % nach. Auf Sicht von 30 Tagen liegt die Kryptowährung aber immer noch deutlich im Plus, der Kurs hat sich vom Dezember-Tief klar gelöst.

Trotz dieser Erholung bleibt die Distanz zum 52‑Wochen-Hoch groß: Vom Spitzenwert bei 234,62 US‑Dollar ist Solana derzeit knapp 40 % entfernt. Aus technischer Sicht handelt SOL etwas über dem 50‑Tage-Durchschnitt, der RSI von 40,2 signalisiert dabei eher eine abgekühlte als eine überhitzte Marktlage.

On-Chain-Daten: Nutzung zieht stark an

Während der Kurs noch aufholen muss, zeigen die On-Chain-Kennzahlen eine klare Dynamik im Hintergrund.

  • Aktive Adressen: 27,1 Mio., plus 56 % Woche auf Woche
  • Wöchentliche Transaktionen: 515 Mio.
  • Netzwerk-Ranking: Spitze bei aktiven Adressen und Transaktionsvolumen

Diese Werte heben Solana aktuell vor Konkurrenten wie BNB Chain und Tron hervor. Der kräftige Anstieg aktiver Adressen deutet auf wachsende Nutzung und breitere Adoption im Ökosystem hin.

Einen spürbaren Anteil daran hat weiterhin das Handelsthema Meme-Coins: Rund die Hälfte des wöchentlichen DEX-Volumens auf Solana entfällt laut Berichten auf diesen Bereich. Das zeigt, wie stark Retail-Trader die Plattform nutzen, auch wenn der Fokus nicht nur auf langfristigen DeFi-Anwendungen liegt.

Yakovenkos Kurs: Keine „eingefrorene“ Blockchain

Am 17. Januar 2026 hat Solana-Labs-CEO Anatoly Yakovenko seine strategische Linie noch einmal deutlich gemacht. Er erteilte der von Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin propagierten Idee einer späteren „Ossification“ – also eines praktisch unveränderlichen Protokolls – eine klare Absage.

Sein Kernargument: Um nicht „zu sterben“, müsse Solana dauerhaft nützlich bleiben, und dafür müsse das Protokoll kontinuierlich weiterentwickelt werden. Änderungen sollen dabei gezielt konkrete Probleme von Entwicklern oder Nutzern lösen – nicht jede Idee werde umgesetzt, im Gegenteil, viele Vorschläge bräuchten ein klares „Nein“.

Wichtig ist ihm zudem die Struktur des Entwicklungsprozesses: Upgrades sollen aus einer dezentralen Community heraus entstehen, nicht aus der Dominanz einzelner Gruppen. Yakovenko geht noch einen Schritt weiter und sieht langfristig auch künstliche Intelligenz als möglichen Baustein, der Governance-Prozesse und Codierung unterstützen und damit die Weiterentwicklung des Netzwerks tragen könnte.

Alpenglow und SIMD‑0266: Die nächsten großen Upgrades

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Solana steht vor dem größten Upgrade seit dem Start des Netzwerks. Mit „Alpenglow“ soll in der ersten Jahreshälfte 2026 eine umfassende Aktualisierung live gehen, die bereits im September 2025 mit 98 % Zustimmung der Validatoren abgesegnet wurde.

Alpenglow im Überblick

  • Finalität: Verkürzung von rund 12,8 Sekunden auf etwa 100–150 Millisekunden
  • Validator-Kosten: Abschaffung der Gebühren für Voting-Transaktionen
  • Architekturwechsel: Einführung der Komponenten „Votor“ und „Rotor“ anstelle von Proof-of-History und Tower BFT

Besonders die Abschaffung der Voting-Gebühren könnte die Hürden für kleinere Validatoren senken. Bisher sind hohe Kapitalanforderungen (rund 20 Mio. US‑Dollar für profitables Validieren) ein klares Eingangstor für eher große Akteure. Günstigere Strukturen könnten die Dezentralisierung stärken.

SIMD‑0266: Effizienzsprung für Ende 2026

Für Ende 2026 ist mit SIMD‑0266 ein weiteres, stark auf Effizienz ausgerichtetes Upgrade geplant. Kern ist der neue P-Token-Standard, der:

  • den Ressourcenverbrauch um bis zu 98 % reduzieren,
  • Zero-Copy-Datenzugriff ermöglichen,
  • rund 12 % Blockspace freimachen und
  • so die gesamte Netzwerk-Performance erhöhen soll.

Damit zielt Solana klar darauf ab, Kapazität und Geschwindigkeit weiter auszubauen – eine Voraussetzung, um hohe Aktivität bei gleichzeitig niedrigen Transaktionskosten dauerhaft zu halten.

Ökosystem und DeFi-Position

Neben der Technologie legt Solana sichtbar Wert auf die wirtschaftliche Seite des Netzwerks. Laut Research von 21Shares generierte das Ökosystem in den zwölf Monaten bis September 2025 knapp 3 Mrd. US‑Dollar an Umsatz. Das weist auf eine Nutzung hin, die deutlich über reine Kurs-Spekulation hinausgeht.

Besonders aktiv ist die Entwickler-Community in Bereichen wie:

  • Dezentralisierte Finanzanwendungen (DeFi)
  • Gaming- und NFT-Plattformen
  • Zahlungsinfrastruktur
  • Cross-Chain-Lösungen

Hinzu kommen anhaltende Diskussionen um mögliche Solana-basierte ETFs zu Beginn des Jahres 2026 sowie spürbare Zuflüsse bei Stablecoins. Beides stärkt die Rolle des Netzwerks im Wettlauf um Marktanteile im DeFi-Segment und rückt Solana näher an Ethereum als wichtigsten Referenzpunkt heran.

Fazit: Starkes Fundament, Fokus auf Tempo

Mitten im Januar 2026 steht Solana vor einem interessanten Spannungsfeld: Der Kurs liegt noch weit unter den früheren Höchstständen, doch On-Chain-Daten, Upgrade-Pipeline und klare Entwicklungsphilosophie sprechen für ein technisch ambitioniertes Netzwerk.

Die Kombination aus rasant wachsender Aktivität, dem Alpenglow-Upgrade in der ersten Jahreshälfte und dem für Ende 2026 geplanten Effizienzsprung durch SIMD‑0266 zeigt, dass Solana konsequent auf schnelle, skalierbare Infrastruktur setzt. In den kommenden Monaten wird sich konkret daran ablesen lassen, ob diese Strategie die aktuell hohe Nutzung stabilisiert und weiter ausbaut – und ob sich der Abstand zu früheren Allzeithochs damit Stück für Stück schließen lässt.

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