Solana: ETF-Fantasie kehrt zurück
Solana meldet sich zum Jahresauftakt mit einer Kombination aus Kurs-Erholung, ETF-Hoffnung und handfesten On-Chain-News zurück. Nach einem schwierigen Ende 2025 rückt die Kryptowährung wieder in den Fokus institutioneller Investoren – von Wall Street bis in die Treasury-Abteilungen börsennotierter Unternehmen. Entscheidend ist jetzt, ob aus der Stimmungsaufhellung ein tragfähiger Trend werden kann.
Kurs erholt sich aus der Schwächephase
SOL notiert derzeit bei rund 137,81 US‑Dollar und hat sich damit spürbar von den Tiefs um 117 US‑Dollar erholt, die zu Beginn des Quartals einen tragfähigen Unterstützungsbereich markiert hatten. Auf Wochensicht steht ein Plus von gut 10 % zu Buche, was den Übergang von einem ausgeprägten Abwärtstrend in eine technische Reparaturphase unterstreicht.
Technisch betrachtet bleibt die Zone um 140 US‑Dollar ein erster wichtiger Prüfstein. Marktbeobachter sehen im Bereich um 147 US‑Dollar einen markanten Widerstand: Erst ein klarer Durchbruch darüber würde den Weg in höhere Regionen öffnen. Nach unten gelten 123 bis 129 US‑Dollar als zentrale Unterstützungszone, in der Käufer zuletzt wiederholt Verkaufsdruck aufgefangen haben. Mit einem RSI von 40,2 wirkt der Markt weder überhitzt noch überverkauft – das Bild passt zu einer laufenden Bodenbildung nach einem deutlichen Rückgang von mehr als 40 % gegenüber dem 52‑Wochen-Hoch.
Morgan Stanley zielt auf Spot-ETF
Für den Stimmungsumschwung sorgt vor allem ein Signal aus der Regulierungsecke: Morgan Stanley hat in den USA bei der Börsenaufsicht SEC einen Antrag für einen Spot-Solana-ETF eingereicht. Diese Meldung wurde heute bekannt und gilt als potenzieller Wendepunkt für die regulatorische Einordnung des Assets.
Nach den bereits zugelassenen Bitcoin-Produkten wertet der Markt den Schritt eines großen Wall-Street-Hauses als Vertrauen in die langfristige Überlebensfähigkeit und Einstufung von Solana. Historisch haben ETF-Perspektiven bei Krypto-Assets oft als Katalysator für neue Kapitalzuflüsse fungiert, weil sie institutionellen Investoren einen einfacheren und regulierten Zugang eröffnen. Entsprechend richten sich die Blicke nun auf die Reaktion der SEC – sie dürfte zum nächsten wichtigen Volatilitätsfaktor werden.
DeFi als Produktivkapital: Treasuries gehen on-chain
Parallel zu den ETF-Schlagzeilen gibt es Bewegung auf der Nutzungsebene des Netzwerks. Die börsennotierte DeFi Development Corp (DFDV) hat diese Woche eine strategische Partnerschaft mit Hylo verkündet, einem Solana-basierten Yield-Protokoll.
Kern des Schrittes: DFDV verlagert einen Teil seiner Solana-Bestände aktiv on-chain, um über Hylo laufende Erträge zu generieren, statt die Token passiv in der Bilanz zu halten. Damit nutzt ein Unternehmen Solana explizit als Plattform für „produktives Kapital“ – also zur aktiven Steuerung der eigenen Treasury-Mittel.
Hylo selbst verzeichnet ein rasch wachsendes Total Value Locked (TVL) und generiert nach eigenen Angaben über 6 Millionen US‑Dollar an annualisierten Gebühren. Das signalisiert eine spürbare Nachfrage institutioneller und professioneller Nutzer nach DeFi-Ertragsprodukten auf Solana und stützt die These, dass die Blockchain zunehmend für konkrete Anwendungen und nicht nur für Spekulation genutzt wird.
Netzwerkdaten untermauern die Erholung
Die On-Chain-Kennzahlen zeichnen ein solides Bild der Netzwerkgesundheit, das die positive Kursentwicklung untermauert:
- Stablecoin-Volumen auf Solana hat sich binnen eines Jahres verdoppelt und liegt nun bei rund 14,8 Milliarden US‑Dollar.
- Die Marktkapitalisierung von SOL beträgt etwa 77,8 Milliarden US‑Dollar und verankert den Coin klar im Spitzensegment des Kryptomarktes.
- Das Netzwerk verarbeitet weiterhin hohe Transaktionsvolumina ohne spürbare Überlastung, mit Fokus auf hohe Geschwindigkeit und niedrige Gebühren.
Der starke Zuwachs bei Stablecoins ist besonders relevant: Er weist auf mehr Liquidität und Nutzung für Handel und Zahlungen hin und korrigiert frühere Überschätzungen des Netzwerkwachstums. Für institutionelle DeFi-Anwendungen ist genau diese Kombination aus Durchsatz, Kostenstruktur und Liquidität entscheidend.
Sentiment dreht auf vorsichtige Zuversicht
Die Stimmung am Markt hat sich von „Angst“ zu „vorsichtig optimistisch“ verschoben. Dass Solana das Niveau um 138 US‑Dollar zurückerobern konnte, obwohl der Gesamtmarkt noch immer von den Belastungen aus Ende 2025 geprägt ist, werten viele Händler als beginnende Entkopplung von dem schwächeren Makroumfeld.
Liquidationsdaten zeigen, dass in der Bewegung vom Tief bei 117 US‑Dollar Short-Positionen zunehmend aus dem Markt gedrängt wurden – ein typisches Muster für eine Trendwendephase nach einem ausgedehnten Abwärtstrend. Kurzfristig bleibt der Blick auf zwei Faktoren gerichtet: die Entscheidung der SEC zum Morgan‑Stanley‑ETF-Antrag sowie die Verteidigung der Unterstützungszone im Bereich 123–129 US‑Dollar als Bestätigung der jetzigen Erholung.
Am Ende steht ein Bild, das für den 7. Januar 2026 durchaus markant ist: Die Kombination aus einem möglichen Spot-ETF durch einen Großakteur, der aktiven Nutzung von Solana im Corporate-Treasury-Bereich und robusten Netzwerkkennzahlen liefert ein substanzielles Fundament für die laufende Kursstabilisierung – und setzt einen klaren Kontrapunkt zum schwierigen Abschluss des vergangenen Jahres.
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