Silber: Zwischen Druck und Defizit
Der Silberpreis zeigt sich nervös. Nach Notierungen um 95 US-Dollar je Feinunze zu Wochenbeginn sackte das Edelmetall deutlich ab und pendelt aktuell zwischen 87 und 90 Dollar. Verantwortlich für den Rückgang: ein erstarkter US-Dollar, der nach robusten US-Konjunkturdaten ein Fünf-Wochen-Hoch erreichte. Die Stärke des Greenbacks und neu aufgeflammte Inflationssorgen belasten die Edelmetallpreise spürbar.
Angebotsdefizit zum sechsten Mal in Folge
Die kurzfristige Schwäche steht im Kontrast zur fundamentalen Lage. Das Silver Institute prognostiziert für 2026 das sechste Jahr in Folge ein strukturelles Angebotsdefizit. Die Investmentnachfrage soll um 20 Prozent auf 227 Millionen Unzen steigen – ein Dreijahreshoch. Die industrielle Nachfrage wird dagegen um etwa 2 Prozent auf 650 Millionen Unzen zurückgehen, vor allem wegen sparsameren Materialeinsatzes in der Photovoltaik-Industrie.
Auf der Angebotsseite reicht ein erwarteter Anstieg der Minenproduktion um 1 Prozent auf 820 Millionen Unzen nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Das Defizit bleibt bestehen.
Geopolitischer Schock belastet unterschiedlich
Gleichzeitig eskaliert die Lage im Nahen Osten dramatisch. Nach Angriffen zwischen den USA, Israel und dem Iran sowie dem Tod des Obersten Führers Khamenei blockieren die iranischen Revolutionsgarden die Straße von Hormus – eine kritische Arterie für den globalen Ölhandel.
Während Gold von der Risikoaversion profitierte und zeitweise Rekordhöhen erreichte, konnte Silber nur bedingt zulegen. Das Edelmetall steckt im Dilemma: Als Inflationsschutz gefragt, wird es als Industrierohstoff in Stressphasen oft zur Liquiditätsbeschaffung verkauft.
Arbeitsmarktdaten im Fokus
Die kurzfristige Kursentwicklung dürfte maßgeblich von den bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten abhängen. Sie werden zeigen, wie die US-Notenbank ihre Geldpolitik ausrichten wird – und damit die Richtung für Dollar und Edelmetalle vorgeben. Langfristig stützen die starke industrielle Nachfrage aus Elektromobilität und 5G-Technologie sowie das anhaltende Angebotsdefizit den Markt.
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