China hat zum Jahreswechsel den globalen Silbermarkt auf den Kopf gestellt. Seit dem 1. Januar 2026 gilt das Edelmetall offiziell als "strategisches Material" – mit drastischen Folgen für die weltweite Versorgung. Während der Spotpreis bei über 72 USD pro Unze notiert, kämpfen westliche Industrienationen mit einer neuen Realität: Peking kontrolliert nun 60 bis 70 Prozent der globalen Exporte von raffiniertem Silber.

Die Fakten im Überblick:
- Spotpreis am 4. Januar 2026: 72,73 USD (+145,60 % auf Jahressicht)
- Nur 44 Unternehmen erhielten Exportlizenzen für 2026–2027
- Globales Defizit 2026: Voraussichtlich 118 Millionen Unzen
- Abstand zum Allzeithoch (83,34 USD vom 28.12.2025): Rund 12 Prozent

Pekings Lizenz-Hürden bremsen Exporte aus

Die neue Exportpolitik setzt hohe Barrieren. Unternehmen müssen eine Jahresproduktion von mindestens 80 Tonnen nachweisen und Kreditlinien von über 30 Millionen USD vorhalten. Das Ziel der Regierung ist eindeutig: Sicherung der heimischen Versorgung für Solar-, Elektroauto- und Elektronikindustrie.

Etwa 121 Millionen Unzen pro Jahr – das entspricht dem kontrollierten Exportvolumen – fehlen nun potenziell auf dem Weltmarkt. Tech-Unternehmer Elon Musk kommentierte die Entwicklung kürzlich mit den Worten "nicht gut". Die Nervosität in westlichen Industriemärkten wächst.

Der März-Future schloss am Samstag bei 72,77 USD, ein Plus von 1,72 Prozent zum Vortag. Im Tagesverlauf wurden sogar Spitzen von 74,21 USD erreicht. Das Gold-Silber-Ratio liegt aktuell bei 59,5:1 und unterstreicht die relative Stärke des weißen Metalls gegenüber Gold (Spot: ca. 4.330 USD).

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Sechstes Defizitjahr in Folge

Die Angebotsverknappung trifft auf einen bereits leergefegten Markt. Für 2025 beziffern Experten das globale Defizit auf rund 230 Millionen Unzen. Auch 2026 dürfte die Lücke bei knapp 118 Millionen Unzen liegen – das wäre das sechste Jahr hintereinander mit strukturellem Angebotsdefizit.

Die industrielle Nachfrage aus dem Photovoltaik-Sektor treibt den Verbrauch. China allein konsumiert jährlich etwa 300 Millionen Unzen. Da Peking nun die Exporte drosselt, müssen internationale Abnehmer auf andere Quellen ausweichen. Doch die Minenproduktion lässt sich nicht beliebig ausweiten: Über 70 Prozent des Silbers fällt lediglich als Nebenprodukt bei der Förderung anderer Metalle an.

Mexiko, das weltweit größte Silberförderland mit einem Anteil von 24,6 Prozent, rückt in den Fokus. Unternehmen wie Sierra Madre Gold & Silver haben die Produktion hochgefahren – die "La Guitarra"-Mine nahm am 1. Januar 2025 den kommerziellen Betrieb wieder auf. Bis 2027 soll die Kapazität von 500 auf 1.500 Tonnen pro Tag verdreifacht werden. Dennoch reicht das organische Wachstum kaum aus, um den Wegfall der chinesischen Mengen kurzfristig zu kompensieren.

Die Kombination aus protektionistischer Rohstoffpolitik und unelastischer Minenproduktion schafft ein explosives Gemisch. Analysten warnen vor drastisch erhöhter Volatilität in den kommenden Wochen. Der klassische Angebotsschock ist eingetreten – und ein Ende der Preisspannung ist nicht in Sicht.

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