Der Silberpreis hat Geschichte geschrieben. Erstmals überhaupt wurde am Freitag die psychologisch massive Hürde von 100 US-Dollar durchbrochen. Doch während Anleger den Rekord feiern, mahnen Experten zur Vorsicht: Ist das der Beginn einer neuen Ära oder das Finale einer spekulativen Übertreibung?

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Historischer Rekord: Schlusskurs am Freitag bei 103,26 USD.
  • Enorme Performance: Ein Plus von 42,89 Prozent allein seit Jahresanfang.
  • Treibende Kraft: Strukturelles Angebotsdefizit und ETF-Zuflüsse.
  • Volatilität: Mit fast 69 Prozent annualisierter Schwankungsbreite extrem nervös.

Kaufpanik trifft auf physische Knappheit

Die Dynamik am Edelmetallmarkt sucht ihresgleichen. Nach einem starken Vorjahr beschleunigte sich die Rallye im Januar 2026 dramatisch. Mit einem Wochenplus von fast 15 Prozent schloss das Edelmetall direkt am neuen Allzeithoch. Wer vor einem Jahr einstieg, verzeichnet inzwischen Gewinne von über 200 Prozent.

Sollten Anleger Gewinne mitnehmen? Oder startet bei Silber Preis gerade der nächste Boom?

Treibstoff dieser Bewegung ist eine explosive Mischung aus fundamentaler Knappheit und spekulativem Rausch. Seit fünf Jahren besteht ein strukturelles Angebotsdefizit, während die Lagerbestände an der COMEX massiv schwinden – allein seit Oktober um über 100 Millionen Unzen. Gleichzeitig strömen Retail-Anleger in den Markt: Der iShares Silver Trust verzeichnete zuletzt 169 Tage in Folge Netto-Zuflüsse. Engpässe bei Hochleistungs-Raffinerien verschärfen die Situation zusätzlich.

Warnsignale trotz Industrie-Boom

Die industrielle Nachfrage durch die Solarbranche, E-Autos und KI-Rechenzentren stützt den Kurs zwar fundamental, doch die Diskrepanz zum „fairen Wert“ wächst. BofA-Strategen sehen diesen eher bei 60 Dollar. Marktbeobachter wie Rhona O'Connell warnen unverblümt vor einem selbstverstärkenden Kaufrausch. Jeder wolle dabei sein, doch sobald erste Risse in der Stimmung sichtbar würden, könnten diese schnell zu tiefen Abgründen führen.

Auch das Gold-Silber-Verhältnis sendet historische Signale: Es fiel auf 50:1, ein 14-Jahres-Tief. Silber holt gegenüber Gold massiv auf, da Anleger angesichts geopolitischer Spannungen und der Unsicherheit über die US-Geldpolitik verstärkt in Sachwerte flüchten.

Hohe Volatilität erwartet

Die kommenden Handelstage dürften extrem schwankungsanfällig bleiben. Die annualisierte Volatilität von fast 69 Prozent unterstreicht die Nervosität im Markt. Sollte sich der Preis nachhaltig über der 100-Dollar-Marke etablieren, wäre der Weg charttechnisch in Richtung 110 bis 120 Dollar frei. Rutscht der Kurs jedoch ab, gilt die 50-Tage-Linie bei rund 75 Dollar als weit entfernte, aber wichtige Unterstützungslinie.

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