Historische Stunden am Rohstoffmarkt: Silber steht unmittelbar davor, die psychologisch massive Hürde von 100 US-Dollar zu durchbrechen. Was treibt diese beispiellose Rallye an, die selbst das legendäre Hoch von 1980 wie eine Fußnote aussehen lässt? Ein Blick auf eine explosive Mischung aus Exportverboten und physischer Knappheit zeigt, dass hier fundamentale Marktmechanismen außer Kraft gesetzt scheinen.

Die wichtigsten Fakten zur aktuellen Lage:

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  • Neues Allzeithoch: 99,72 USD (heute erreicht)
  • Extreme Jahresperformance: +37,99 % seit Jahresbeginn
  • Momentum: +146 % Anstieg im Gesamtjahr 2025
  • Volatilität: 67,01 % (annualisiert)

China dreht den Hahn zu

Haupttreiber dieser Entwicklung ist eine fundamentale Verschiebung der Angebotsseite. Seit dem 1. Januar 2026 stuft China Silber nicht mehr als gewöhnlichen Rohstoff, sondern als strategisches Material ein – eine Kategorie, die bisher Seltenen Erden vorbehalten war. Die Folgen für den Weltmarkt sind gravierend: Peking kontrolliert schätzungsweise 60 bis 70 Prozent des globalen raffinierten Silberangebots und hat die Exportlizenzen drastisch limitiert.

Nur noch 44 Unternehmen erfüllen die verschärften Kriterien, die unter anderem eine Jahresproduktion von 80 Tonnen voraussetzen. Dies hat den globalen Markt faktisch fragmentiert. Während Lagerbestände in London und New York kaum noch aufgefüllt werden können, schießen die Lease-Raten – die Kosten für das Leihen von Silber – auf 7 bis 8 Prozent nach oben.

Industriehunger trifft auf leere Lager

Diese Verknappung trifft auf eine Nachfrage, die strukturell nicht mehr gedeckt werden kann. Der Markt befindet sich im sechsten Jahr in Folge in einem Defizit. Allein zwischen 2021 und 2025 fehlten kumuliert rund 820 Millionen Unzen, was nahezu einer kompletten Jahresproduktion entspricht.

Verantwortlich dafür ist der Wandel vom Edelmetall zum unverzichtbaren Industriemetall:
* Energiewende: Die Photovoltaik-Branche verschlang zuletzt über 230 Millionen Unzen jährlich.
* Mobilität: Ein Elektroauto benötigt bis zu 79 Prozent mehr Silber als ein Verbrenner.
* Technologie: Der Ausbau der KI-Infrastruktur und neuer Rechenzentren schafft zusätzliche Nachfragespitzen.

Physische Ware kaum noch verfügbar

Die Diskrepanz zwischen dem Papier-Markt an den Börsen und der realen Verfügbarkeit von Barren und Münzen erreicht extreme Ausmaße. Das Verhältnis von gehandeltem Papier-Silber zu physischem Metall liegt bei 356 zu 1. Marktbeobachter sprechen von einem massiven "Short Squeeze", da Leerverkäufer verzweifelt versuchen, ihre Positionen zu decken. Wie eng der Markt ist, zeigt ein Blick nach Dubai: Dort werden physische Silbermünzen bereits mit einem Aufschlag von 38 Prozent gegenüber den Futures gehandelt.

Unterstützung erhält das Edelmetall zudem von der Währungsseite. Der US-Dollar zeigt Schwäche, während geopolitische Unsicherheiten institutionelle Investoren in sichere Häfen treiben.

Ausblick: Fed-Entscheid im Fokus

Die aktuelle Volatilität mit Tagesbewegungen von mehreren Dollar mahnt zur Vorsicht, doch der fundamentale Druck bleibt hoch. In der kommenden Woche richtet sich der Blick auf die US-Notenbank. Zwar erwarten Märkte keine sofortige Zinssenkung, doch die Aussicht auf sinkende Zinsen im Jahresverlauf senkt die Opportunitätskosten für zinslose Anlagen weiter. Sollte die LBMA mit ihrer Prognose recht behalten, könnte sich der Durchschnittspreis gegenüber dem Vorjahr verdoppeln – der aktuelle Kurs von 99,72 USD wäre dann nur eine Zwischenstation.

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