Nach einem Allzeithoch von 120 US-Dollar je Feinunze Ende Januar 2026 ist Silber seither deutlich zurückgekommen. Am heutigen Freitag rutschte der Preis unter die Marke von 83 Dollar — der dritte Rückgang in Folge. Hinter dem Rücksetzer steckt ein Zusammenspiel aus Dollar-Stärke, verschobenen Zinssenkungserwartungen und geopolitischen Verwerfungen.

Der Nahost-Faktor: Kein eindeutiger Rückenwind

Der eskalierende Iran-Israel-Konflikt entfaltet für Silber eine paradoxe Wirkung. Zwar trieben die Spannungen den Preis zeitweise nach oben — doch als der US-Dollar nach den jüngsten Militärschlägen als sicherer Hafen gefragt war, gaben Silber und Gold gemeinsam nach. Hinzu kommt: Irans neuer oberster Führer Mojtaba Khamenei kündigte an, die Straße von Hormus geschlossen zu halten, was die Ölpreise in die Höhe trieb. Steigende Energiepreise schüren Inflationssorgen — und die Märkte haben die Erwartungen für die nächste Fed-Zinssenkung daraufhin von Juli auf September verschoben.

Steigende Anleiherenditen verstärken den Druck. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf ein Fünf-Wochen-Hoch, was nicht verzinsliche Anlagen wie Silber strukturell belastet. Parallel dazu leitete die Trump-Administration neue Handelsinvestigationen gegen mehr als ein Dutzend Volkswirtschaften ein — ein weiterer Unsicherheitsfaktor für die globalen Märkte.

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Physischer Markt: Bestände auf historischem Tief

Trotz der kurzfristigen Schwäche bleibt das strukturelle Bild bemerkenswert. Silber hat im Jahresvergleich mehr als 150 Prozent zugelegt — das stärkste Niveau seit über einem Jahrzehnt. Die COMEX-registrierten Lagerbestände sind von 346 Millionen Unzen im März 2020 auf zuletzt rund 86 Millionen Unzen gefallen, ein Rückgang von über 70 Prozent. Der Puffer zwischen verfügbaren Beständen und Lieferverpflichtungen ist damit so dünn wie nie zuvor in der Börsengeschichte.

Gleichzeitig verkaufte der iShares Silver Trust (SLV) von BlackRock — der weltweit größte Silberfonds — am 11. März mehr als 115 Tonnen, der sechste aufeinanderfolgende Verkaufstag. Institutionelle Abflüsse auf der einen, physische Angebotsknappheit auf der anderen Seite.

Was Analysten erwarten

Die Prognosespanne unter institutionellen Häusern ist breit:

  • J.P. Morgan: Jahresdurchschnitt 2026 bei 81 US-Dollar je Unze
  • Deutsche Bank: Potenzial bis 100 US-Dollar bis Jahresende, sofern der Edelmetallkomplex stark bleibt
  • UBS: Langfristige Fundamentaldaten intakt — Angebotsdefizite und Nachfrage aus Solar, Elektronik und Elektrifizierung bleiben tragende Säulen

Der übergeordnete Aufwärtstrend, der Ende 2025 begann, ist trotz der laufenden Korrektur noch nicht gebrochen. Entscheidend wird sein, ob der Dollar seinen Aufwertungsdruck beibehält und wie schnell die Fed tatsächlich auf Zinssenkungen umschwenkt — beides dürfte den weiteren Pfad von Silber in den kommenden Wochen maßgeblich bestimmen.

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