Die Kombination aus physischer Knappheit, massiver Spekulation und geopolitischen Spannungen erzeugt derzeit einen perfekten Sturm am Edelmetallmarkt. Während Anleger angesichts globaler Unsicherheiten in sichere Häfen flüchten, trifft diese Nachfragewelle auf ein ohnehin begrenztes Angebot. Das Resultat ist eine beeindruckende Rallye, die selbst die Performance von Gold in den Schatten stellt.

Hier sind die wichtigsten Fakten zur aktuellen Lage:
* Kursentwicklung: Silber notiert aktuell bei 103,67 USD und damit in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 105,00 USD.
* Jahresbilanz: Seit Jahresbeginn (YTD) verzeichnet das Edelmetall einen massiven Zuwachs von 43,47 %.
* Volatilität: Mit einer annualisierten Volatilität von fast 66 % bleiben die Preisschwankungen hoch.

Physische Engpässe treffen auf Asien-Boom

Treibende Kraft der aktuellen Hausse ist eine Kollision zwischen beispielloser physischer Nachfrage und einem illiquiden Markt. Raffinerien wie MKS PAMP melden einen Ansturm auf Silber, der historische Dimensionen annimmt. Besonders in Asien hat sich das Kaufverhalten drastisch verändert: Chinesische Hersteller haben ihre Produktion teilweise komplett von Schmuck auf Anlageprodukte umgestellt, um den immensen Hunger nach 1-Kilogramm-Barren zu stillen.

Dieser "Run" auf physische Ware unterscheidet den Silbermarkt derzeit fundamental von anderen Rohstoffen. Die Industrie – insbesondere die Photovoltaik- und Elektronikbranche – konkurriert nun direkt mit Privatanlegern und kurzfristigen Spekulanten um die verfügbaren Bestände. Das verschärft die Preisdynamik nach oben und sorgt für den steilen Anstieg der letzten Wochen.

Geopolitik und Fed sorgen für Zündstoff

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Zusätzlich befeuern die politischen Rahmenbedingungen die Flucht in Sachwerte. Die angedrohten Strafzölle von US-Präsident Donald Trump gegen Kanada und Südkorea sowie der Handelskonflikt mit China verunsichern die Märkte tiefgreifend. Parallel dazu schwächelt der US-Dollar, begünstigt durch Interventionen zur Stützung des japanischen Yen, was in Dollar notierte Rohstoffe für internationale Käufer attraktiver macht.

Auch die Geldpolitik sorgt für Nervosität. Während die US-Notenbank Federal Reserve ihre Zinssitzung abhält, belasten Berichte über politische Einflussnahme auf Fed-Chef Jerome Powell und ein drohender "Government Shutdown" das Sentiment. In diesem Umfeld fungieren Edelmetalle nicht nur als Inflationsschutz, sondern primär als Versicherung gegen politisches Chaos.

Fazit und Ausblick

Das Umfeld für Silber bleibt extrem konstruktiv. Die fundamentale Angebotsknappheit stützt die Preise, während die geopolitische Gemengelage kaum Anzeichen einer Entspannung zeigt. Mit einem Abstand von nur 1,26 Prozent zum Allzeithoch ist der Weg nach oben charttechnisch frei, solange die physische Nachfrage aus Asien nicht abreißt. Anleger sollten sich jedoch angesichts der hohen Volatilität auf weitere starke Schwankungen einstellen.

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