Silber: Historische Marke
Silber hat eine historische Schallmauer durchbrochen: Erstmals notiert der Preis über 100 US‑Dollar je Feinunze. Der Sprung auf ein neues Allzeithoch verändert die Wahrnehmung des Edelmetalls – technisch wie fundamental. Was treibt diese Rally und wie stabil wirkt die neue Preissetzung?
Neue Dimension der Silber-Rally
Zum Wochenschluss am Freitag schloss Silber bei 103,26 US‑Dollar und legte allein an diesem Tag um 7,32 % zu. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Plus von rund 14,8 %, im Monatsvergleich steht ein Anstieg von rund 44 % zu Buche. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf knapp 43 %.
Mit dem neuen Hoch bei 103,26 US‑Dollar liegt der Kurs exakt am aktuellen 52‑Wochen-Hoch und mehr als 120 % über dem Tief von 46,90 US‑Dollar vom November 2025. Gleichzeitig hat sich der Preis deutlich vom 50‑Tage-Durchschnitt bei 75,12 US‑Dollar entfernt – ein Abstand von rund 37 %. Technisch signalisiert das einen sehr starken Aufwärtstrend, aber auch eine bereits weit gelaufene Bewegung.
Der 14‑Tage‑RSI liegt bei 62 und deutet auf eine fortgeschrittene, aber noch nicht extrem überhitzte Lage hin. Angesichts einer annualisierten 30‑Tage-Volatilität von knapp 69 % verläuft die Bewegung jedoch deutlich schwankungsintensiver als in ruhigeren Marktphasen.
Treiber: Dollar, Zinsen und Gold
Mehrere Faktoren greifen aktuell ineinander und verstärken sich gegenseitig:
- Deutlich schwächerer US‑Dollar
- Erwartung sinkender US‑Zinsen
- Historisch starkes Gold-Umfeld
- Robuste industrielle Nachfrage nach Silber
Ein schwächerer Dollar macht Rohstoffe für Anleger außerhalb des Dollarraums günstiger. Ihre lokale Kaufkraft steigt, was die Nachfrage nach Silber anzieht. Parallel preisen die Märkte für 2026 Zinssenkungen der US‑Notenbank ein. Das belastet verzinste Anlagen und erhöht die Attraktivität von Edelmetallen, die keine laufenden Erträge bieten, dafür aber als Wertspeicher gelten.
Hinzu kommt der Blick auf Gold: Der Goldpreis nähert sich der Marke von 5.000 US‑Dollar und bildet den übergeordneten Rahmen für die Bewegung im Edelmetallsektor. In diesem Umfeld fungiert Silber als eine Art Hebel auf Gold – typischerweise reagiert es stärker auf Aufwärts- wie auf Abwärtsphasen. Investoren nutzen das Metall daher gezielt, um überproportional an der Goldstärke zu partizipieren.
Doppelrolle: Geldmetall und Industrierohrstoff
Silber profitiert nicht nur von monetären Strömen. Die industrielle Nachfrage liefert derzeit einen wichtigen, fundamentalen Unterbau. Vor allem aus China werden starke Kaufsignale gemeldet, unterstützt durch positive Daten zur Industrieproduktion.
Silber gilt als Schlüsselrohstoff für Zukunftstechnologien, etwa in:
- Photovoltaik und anderen erneuerbaren Energien
- Elektronik und Hochleistungskomponenten
Diese Kombination aus „sicherem Hafen“ im Edelmetall-Segment und unverzichtbarem Industriematerial verstärkt die aktuelle Hausse. Die Nachfrage speist sich somit aus zwei Quellen: Investoren, die auf Edelmetalle setzen, und Industrieabnehmer, die physisches Material benötigen.
Fazit: Bullischer Markt mit Tempo
Silber befindet sich klar in einem bullischen Marktumfeld. Das Zusammenspiel aus schwachem Dollar, erwarteten Zinssenkungen, starkem Goldpreis und hoher industrieller Nachfrage hat den Preis in kurzer Zeit in eine neue Zone katapultiert. Technische Indikatoren wie der deutliche Abstand zum 50‑Tage-Durchschnitt und der erhöhte Volatilitätswert zeigen jedoch, dass die Bewegung bereits weit gelaufen ist. Kurzfristig ist damit eine anfälligere Phase für Gegenbewegungen möglich, strukturell dominieren aktuell aber weiterhin die positiven Treiber.
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