Siemens Healthineers Aktie: Übergangsjahr belastet
Siemens Healthineers dämpft die Erwartungen für 2026. Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference in San Francisco legte das Management offen, wie stark Zölle und Währungseffekte das laufende Geschäftsjahr belasten werden. CFO Jochen Schmitz bezifferte den kombinierten Gegenwind auf rund 0,30 Euro je Aktie – aufgeteilt in jeweils 0,15 Euro durch Währungseffekte und Zölle. Hinzu kommt eine schwächelnde China-Nachfrage, die dem Konzern zusätzlich zu schaffen macht.
Die wichtigsten Fakten:
- Währungs- und Zolleffekte belasten EPS um 0,30 Euro
- China-Geschäft stagniert im laufenden Jahr
- Prognose: 5-6% Umsatzwachstum, EPS von 2,20-2,40 Euro
- Photon-Counting-CT erreicht 1,7 Mrd. Euro kumulierte Aufträge
- Verschuldung auf 2,8x EBITDA reduziert (Ziel: 2,5x)
Der Titel reagierte prompt: Am Montag gab die Aktie 3,8 Prozent auf 44,55 Euro nach und näherte sich damit dem 52-Wochen-Tief von 41,00 Euro. Vom Jahreshoch bei 57,80 Euro trennen den Kurs inzwischen rund 23 Prozent.
Management verspricht Trendwende ab 2027
Die Führungsriege bezeichnet 2026 explizit als "Übergangsjahr" für den Gewinn je Aktie. Ab 2027 soll das EPS-Wachstum wieder zweistellig ausfallen. Bis 2028 will der Konzern den gesamten Zoll-Gegenwind von 400 Millionen Euro kompensiert haben – zur Hälfte durch ein zusätzliches Produktivitätsprogramm, zur anderen Hälfte durch Preisanpassungen.
Besonders schwierig gestaltet sich die Lage in China. CEO Dr. Bernd Montag räumte ein, dass der Markt in den vergangenen zwei Jahren nichts zum Wachstum beigetragen hat. Für 2026 kalkuliert das Management mit einer flachen Entwicklung. Mittelfristig rechnet man mit 5 Prozent Wachstum – deutlich unter den historischen Raten. Das Diagnostik-Geschäft leidet unter volumenbasierter staatlicher Beschaffung, die primär preisgetrieben ist.
Innovation als Gegenmittel
Trotz der Belastungen setzt Siemens Healthineers auf technologische Fortschritte. Die Photon-Counting-CT-Technologie entwickelt sich zum Zugpferd: Kumulierte Aufträge von 1,7 Milliarden Euro sprechen für sich. Der Anteil am CT-Geschäft liegt bereits bei rund 30 Prozent. Allein im letzten Geschäftsjahr gingen Aufträge über etwa 500 Millionen Euro ein. Fast 1.000 wissenschaftliche Publikationen untermauern die klinische Relevanz der Technologie.
Das Radiopharmaka-Vertriebsgeschäft PETNET könnte noch in diesem Jahr die Umsatzmarke von 1 Milliarde Euro erreichen. Die R&D-Investitionen bleiben mit rund 2 Milliarden Euro jährlich hoch, 13.000 Mitarbeiter arbeiten an Innovationen.
Solide Bilanz, gemischte Analystenmeinungen
Die Verschuldung nach der Varian-Übernahme wurde deutlich reduziert. Das Verhältnis von Nettoschulden zu EBITDA sank von 4x auf 2,8x. Innerhalb der nächsten 24 Monate soll der Wert auf 2,5x sinken. Die Cash Conversion Rate liegt bei 0,8 bis 0,9, der Auftragsbestand aus Großverträgen beträgt 6 Milliarden Euro.
Die Analystengemeinde zeigt sich uneinig: RBC bestätigte am 16. Januar das Rating "Outperform" mit einem Kursziel von 55 Euro. Die UBS hob ihr Kursziel zwar auf 51 Euro an, stuft die Aktie aber nur mit "Neutral" ein. Mit einem KGV von rund 19 für 2026 handelt der Titel mit einem Aufschlag gegenüber Wettbewerber Philips (KGV 16). Die bereinigte EBIT-Marge von 16,5 Prozent liegt allerdings deutlich über der Konkurrenz.
Am 5. Februar 2026 veröffentlicht Siemens Healthineers die Q1-Zahlen für das laufende Geschäftsjahr. An diesem Tag findet auch die virtuelle Hauptversammlung statt. Die Dividende beträgt 0,95 Euro je Aktie, was einer Rendite von rund 2,1 Prozent entspricht. Die Quartalszahlen werden zeigen, ob das Management die angekündigte Stabilisierung einleiten kann.
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