Schneider Electric Aktie: Samthandschuhe gefragt!
Trotz Rekordumsatz im Q1 stürzt die Schneider Electric-Aktie ab – Grund ist die gesenkte Margenprognose für 2025. Wie wirkt sich das auf die Zukunft aus?
Ein Umsatzplus im ersten Quartal, das sich sehen lassen kann, und dennoch stürzt die Aktie von Schneider Electric am Dienstag um über 7 Prozent ab? Was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch klingt, hat handfeste Gründe. Für Anleger kam die Nachricht dennoch wie eine kalte Dusche.
Der Teufel steckt im Detail
Der eigentliche Stein des Anstoßes war nicht das operative Geschäft, sondern der Ausblick. Schneider Electric musste seine implizite Prognose für die Kernprofitabilität im Jahr 2025 kappen. Als Grund nannte das Management negative Auswirkungen durch Wechselkursschwankungen. Das sitzt tief und erklärt den heftigen Kursrutsch an der Börse. Anleger reagieren auf solche Nachrichten oft allergisch, gerade wenn es um die zukünftige Profitabilität geht.
Dabei sahen die Zahlen für das erste Quartal 2025 eigentlich stark aus. Der Umsatz kletterte auf 9,325 Milliarden Euro. Das entspricht einem organischen Wachstum von 7,4 Prozent und einem Zuwachs von 8,4 Prozent auf berichteter Basis. Ein solides Ergebnis, das die operative Stärke unterstreicht.
Bestätigte Ziele, aber getrübte Margen-Aussicht
Trotz der gekappten Margen-Prognose hält Schneider Electric an seinen übergeordneten Zielen für das Gesamtjahr 2025 fest. Das Unternehmen erwartet weiterhin ein organisches Wachstum des bereinigten EBITA zwischen 10 und 15 Prozent. Auch beim organischen Umsatzwachstum bleibt die Zielspanne von 7 bis 10 Prozent bestehen.
Allerdings wird nun mit einem jährlichen Anstieg der organischen bereinigten EBITA-Marge von nur noch 50 bis 80 Basispunkten gerechnet. Das entspricht einer erwarteten Marge von etwa 18,7 bis 19,0 Prozent, wobei aktuelle Währungsschätzungen bereits berücksichtigt sind. Genau diese Anpassung bei der erwarteten Profitabilität war es, die den Bären Futter gab und die Aktie unter Druck setzte. Kein Wunder also, dass die Anleger nervös reagierten.