Die Salzburger Bullen bleiben ein unberechenbares Team - das zeigte sich am Samstag erneut deutlich. Nur eine Woche nach dem souveränen 3:0 gegen den LASK lieferten die Roten gegen Blau-Weiß Linz eine enttäuschende Vorstellung ab. Das 2:2 im Heimspiel wirft Fragen auf.

Coach Thomas Letsch wirkte nach der Partie sichtlich ratlos. "Gestern im Training war brutale Energie zu spüren, die haben wir in keiner Phase auf den Platz gebracht", analysierte der Deutsche. "Es ist schwer, eine Begründung dafür zu finden."

Lethargie statt Leidenschaft

Besonders die erste Halbzeit enttäuschte den Trainer zutiefst. "Alles war sehr langsam, wir waren nicht aktiv und sind in keine Zweikämpfe gekommen", kritisierte Letsch die mangelnde Kampfbereitschaft seiner Mannschaft.

Auch Stefan Lainer bestätigte diesen Eindruck. "Es hat ein bisschen das Feuer gefehlt. Wir haben ein paar Sachen missen lassen", gestand der Rechtsverteidiger. Seine Diagnose ist klar: "Wir müssen im nächsten Spiel in allen Dingen hochfahren, sonst wird es schwer, in der Bundesliga Punkte zu machen."

Europa League als nächste Herausforderung

Die mangelnde Konstanz könnte den Salzburgern bald zum Verhängnis werden. Besonders in der anstehenden Europa League dürfte halbherzige Leistungen niemand verzeihen.

Letsch nahm seine Spieler deutlich in die Pflicht: "Wir waren heute nicht gut genug, um Blau-Weiß Linz zu schlagen. Da brauchen wir uns keine Gedanken machen, mit so einer Leistung in der Europa League zu spielen." Seine Forderung ist unmissverständlich: "Wir brauchen extrem viel Steigerung."

Die Bullen stehen vor einer mentalen Herausforderung. Können sie endlich die nötige Konstanz finden? Die nächsten Spiele werden es zeigen - sowohl national als auch international.