Der Börsengang der Czechoslovak Group schüttelte diese Woche den europäischen Verteidigungssektor kräftig durch. Während das neue Schwergewicht in Amsterdam einen Kurssprung von 28 Prozent hinlegte, musste die Renk-Aktie massive Verluste hinnehmen. Der Grund: Institutionelle Investoren schufen Liquidität für den IPO – auf Kosten bestehender Positionen.

Die wichtigsten Fakten:

  • Renk-Aktie erholt sich heute auf rund 58,60 Euro nach Rückgang von über 62 Euro
  • CSG-Börsengang mit 25 Milliarden Euro Bewertung löste Sektor-Rotation aus
  • Goldman Sachs bestätigt Kursziel von 70 Euro – deutlich über aktuellem Niveau
  • US-Auftrag über 75,5 Millionen Dollar unterstreicht intakte operative Story

CSG-Debüt wirbelt Kapitalströme durcheinander

Der Börsengang der Czechoslovak Group an der Euronext Amsterdam entwickelte sich zum Kassenschlager. Mit einem Ausgabepreis von 25 Euro gestartet, schossen die Papiere im frühen Handel um 28 Prozent nach oben. Die Bewertung des tschechischen Rüstungskonzerns liegt damit bei rund 25 Milliarden Euro.

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Für Renk hatte diese Platzierung unmittelbare Folgen. Fondsmanager räumten ihre Portfolios auf, um beim IPO dabei zu sein. Die Augsburger Aktie rutschte von über 62 Euro zu Wochenbeginn auf unter 57 Euro am Donnerstag. Ein klassischer Fall von Liquiditäts-Umschichtung, der wenig mit der fundamentalen Situation des Unternehmens zu tun hat.

Operative Nachrichten gehen unter

Fast unbemerkt verkündete Renk America einen bedeutenden Auftrag der U.S. Army mit einem Volumen von bis zu 75,5 Millionen Dollar. Goldman Sachs bekräftigte zudem das Kursziel von 70 Euro bei neutraler Einstufung. Diese Meldungen belegen: Das operative Geschäft läuft planmäßig weiter, auch wenn die Börse gerade andere Prioritäten setzt.

Die heutige Erholung auf 58,60 Euro deutet darauf hin, dass erste Anleger die Korrektur als Kaufgelegenheit interpretieren. Charttechnisch bleibt der Kampf um die 60-Euro-Marke entscheidend. Ein Wochenschluss nahe 59 Euro würde eine erste Bodenbildung signalisieren.

Mit CSG gibt es nun eine hochliquide Alternative im europäischen Verteidigungssektor. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Renk nach dem IPO-bedingten Abverkauf wieder an Fahrt aufnimmt oder ob die neue Konkurrenz dauerhaft Kapital bindet.

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