Rapid erkämpft sich mit spätem Sieg die Tabellenführung

Dramatik bis zur letzten Minute: Der SK Rapid Wien hat sich in der ADMIRAL Bundesliga mit einem späten 1:0-Sieg gegen Hartberg an die Spitze der Tabelle geschossen. Joker Marco Kara köpfte die Hütteldorfer in der 82. Minute zum verdienten Auswärtssieg – und katapultierte sein Team mit nun 13 Punkten auf den ersten Platz.
Rapid startet dominant und verpasst frühe Führung
Die Wiener kamen besser in die Partie und bestimmten von Anfang an das Spielgeschehen. Bereits in der 15. Minute zeigte sich die Überlegenheit: Nach einer starken Spielverlagerung von Bertrand Ndizie legte Jonas Dahl in die Mitte, wo Guillem Antiste zum Abschluss kam. Doch Hartbergs Spendlhofer klärte in letzter Sekunde auf der Linie – die erste große Chance ungenutzt.
Die Druckphase hielt an. In der 30. Minute vergab Mbuyi die nächste Großchance: Nach Vorlage von Tillio schoss der Rapid-Spieler knapp am Tor vorbei. Das dürfte den Trainern auf der Bank einige Nerven gekostet haben.
Hartbergs Latten-Treffer als Warnschuss
Doch Fußball bleibt unberechenbar. Aus dem Nichts heraus entwickelte Hartberg in der 39. Minute die bis dahin größte Chance des Spiels: Ein Freistoß aus 20 Metern knallte an die Latte des Rapid-Tors. Ein Warnschuss, der zeigte: Nichts ist entschieden.
Nach der Pause setzte Rapid seine Chancenflut fort. Gleich in der 50. Minute landete ein abgefälschter Schuss von Antiste bei Mbuyi, der aus kurzer Distanz jedoch erneut knapp über das Tor feuerte.
Dahl doppelt chancenlos – bis Kara zuschlägt
Jonas Dahl wurde zum Chancenkönig des Abends – doch auch ihm wollte der Treffer einfach nicht gelingen. Zunächst scheiterte er nach einem gut hereingetragenen Eckball (59.), Minuten später konnte er eine Hereingabe von Bolla nicht verwerten (60.). Die Frage stand im Raum: Würde Rapid die vielen Möglichkeiten bereuen?
Die Antwort kam in der 82. Minute: Nach einem Eckball von Radulovic köpfte Joker Marco Kara zur vielumjubelten Führung. Die Erlösung für die gesamte Rapid-Truppe!
Tabellenführung als verdienter Lohn
Damit sicherte sich Rapid den dritten Sieg in Folge und geht mit 13 Punkten als Herbstmeister in die Länderspielpause. Eine Ansage an die Konkurrenz? Die Mannschaft von Trainer Klaus Schmidt zeigt sich in beeindruckender Frühform.
Die entscheidenden Momente:
- 15. Minute: Antiste scheitert an Spendlhofer auf der Linie
- 30. Minute: Mbuyi schießt knapp vorbei
- 39. Minute: Hartberg trifft die Latte
- 50. Minute: Mbuyi vergibt erneut
- 82. Minute: Kara köpft den Siegestreffer
Rapid hat damit bewiesen: Auch wenn nicht alle Chancen genutzt werden – am Ende zählt die Effizienz. Jetzt heißt es: Durchatmen in der Länderspielpause und dann angreifen von der Spitze aus!