Raiffeisen Bank Aktie: Markttrends erkennen
Raiffeisen Bank International verzeichnet stabile Zahlen, bleibt jedoch stark von russischen Erträgen abhängig. Wie nachhaltig ist diese Strategie angesichts politischer Risiken?
Die RBI präsentiert stabile Halbjahreszahlen – doch der Schatten des Russland-Engagements bleibt lang. Während das Kerngeschäft außerhalb der umstrittenen Märkte solide läuft, sorgt die Abhängigkeit von russischen Erträgen weiter für Diskussionen. Kann die Bank ihren erfolgreichen Kurs fortsetzen, ohne sich in politischen Risiken zu verstricken?
Die Zahlen im Überblick: Ein gespaltenes Bild
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Die Raiffeisen Bank International (RBI) meldet für das erste Halbjahr 2024 ein Konzernergebnis von rund 1,3 Milliarden Euro – doch diese Zahl erzählt nur die halbe Geschichte.
- Gesamtergebnis: ~1,3 Mrd. Euro
- Ohne Russland/Belarus: 604 Mio. Euro
- Vorsorgen für Polen-Kredite: 391 Mio. Euro
- Kernkapitalquote (CET1) ohne Russland: 14,7%
Besonders auffällig: Das Russlandgeschäft trägt nach wie vor überproportional zum Ergebnis bei, obwohl die Bank ihre Aktivitäten dort deutlich zurückgefahren hat. Die Kundenkredite in Russland wurden seit dem Höchststand 2022 um fast 60% auf 5,8 Milliarden Euro reduziert.
Stabiles Kerngeschäft – mit kleinen Dellen
Abseits der Russland-Thematik zeigt die RBI eine robuste Performance:
- Kernerträge (Q2 ohne Russland/Belarus): 1.523 Mio. Euro
- Leichter Rückgang beim Zinsergebnis, kompensiert durch höheren Provisionsüberschuss
- Kreditrisikovorsorgen außerhalb Russlands: moderat auf 78 Mio. Euro gestiegen
Doch die hohen Vorsorgen für Fremdwährungskredite in Polen (391 Mio. Euro) drücken spürbar auf das bereinigte Ergebnis. Die Bank betont jedoch, dass sie Risiken im Kreditportfolio aktiv steuert.
Russland-Risiko: Der Elefant im Raum
Trotz aller Reduktionsbemühungen bleibt Russland ein zentrales Thema für die RBI. Während die harte Kernkapitalquote (CET1) für den Gesamtkonzern bei komfortablen 17,8% liegt, sinkt sie ohne Russland auf 14,7% – immer noch solide, aber deutlich weniger beeindruckend.
Die Bank bestätigt ihren Ausblick für 2024: Eine Eigenkapitalrendite (ROE) von rund 10% für das Geschäft ohne Russland und Belarus. Doch die Frage bleibt: Wie lange kann die RBI noch von ihren russischen Erträgen profitieren, ohne sich politischen Reputationsrisiken auszusetzen? Die nächsten Quartale werden zeigen, ob der schwierige Balanceakt gelingt.
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