Die Qiagen-Aktie hat eine volatile Handelswoche mit deutlichen Gewinnen abgeschlossen. Getrieben wurde die Bewegung von erneuten Übernahmegerüchten, die den Kurs des niederländischen Diagnostik-Spezialisten auf ein Vier-Jahres-Hoch trieben.

Ein Bericht von Bloomberg vom vergangenen Dienstag gab den Anstoß. Demnach hat Qiagen Berater eingeschaltet, um das Interesse potenzieller Käufer zu sondieren. Der Markt reagierte umgehend: Die Aktie schoss in einer Sitzung um 16,6 Prozent auf 55,45 US-Dollar nach oben. Anleger spekulieren nun auf ein konkretes Angebot.

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Analysten sehen logische Käufer

Die Investmentbank JPMorgan identifizierte Danaher und Agilent Technologies als die naheliegendsten strategischen Interessenten. Analysten argumentieren, dass Qiagens Portfolio an Proben- und Assay-Technologien die bestehenden Life-Science-Sparten beider Unternehmen ideal ergänzen würde.

Ein weiterer Faktor, der die Gerüchte befeuert, ist ein anstehender Führungswechsel. CEO Thierry Bernard wird sein Amt niederlegen, sobald ein Nachfolger gefunden ist. Marktbeobachter sehen in dieser Vakanz einen potenziellen „Katalysator“ für eine Transaktion, da mögliche Widerstände des bestehenden Managements entfallen.

Skepsis trotz Kursrausch

Nicht alle Beobachter teilen den Optimismus. UBS behält eine „Neutral“-Einstufung bei und äußert Zweifel an der Wahrscheinlichkeit eines Deals. Die Bank verweist auf Bewertungshürden und den Wettbewerb. Qiagen handele bereits mit einem Aufschlag, und ein Käufer müsste die Lücke zwischen den eigenen Wachstumszielen des Unternehmens (7 %) und den konservativeren Schätzungen der Analysten (4-5 %) überbrücken.

Zacks Research weist darauf hin, dass der Kursanstieg kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen erfolgt. Für das vierte Quartal wird ein Gewinn pro Aktie von 0,62 US-Dollar bei einem Umsatzwachstum von 14,2 Prozent erwartet.

Die Erinnerung an 2020

Langjährigen Aktionären ist dieses Spiel nicht unbekannt. Bereits 2020 scheiterte ein Übernahmeversuch von Thermo Fisher Scientific an einem als zu niedrig empfundenen Angebotspreis. Die aktuelle Lage ist jedoch eine andere: Die Life-Sciences-Branche befindet sich in einer Konsolidierungsphase, und große Player wie Danaher und Agilent haben Kapital für Zukäufe.

Analysten von Jefferies halten im Falle einer Bieterrunde einen Wert im Bereich der mittleren 60-Dollar-Marke für möglich. Ohne ein konkretes Angebot bleibt die Aktie jedoch anfällig für eine Korrektur, sollten die Gespräche erneut ins Leere laufen.

Der Fokus liegt nun auf zwei Terminen: Am 4. Februar 2026 veröffentlicht Qiagen die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Starke Ergebnisse könnten die aktuelle Bewertung stützen, eine Enttäuschung den Kursdruck erhöhen. Technisch ist das Halten der 55-Dollar-Marke entscheidend für die bullische Stimmung. Der Markt preist derzeit eine hohe Transaktionswahrscheinlichkeit ein.

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