Piaggio Aktie: Unter Druck
Die Aktie des italienischen Zweiradherstellers Piaggio & C. setzt ihren Abwärtstrend fort und steht weiter unter deutlichem Verkaufsdruck. Anleger blicken angesichts schwacher Kursperformance und divergierender Bewertungen gespannt auf das anstehende Finanz-Update im März.
Die jüngsten Handelssitzungen brachten weitere Verluste für den Titel. An der Euronext Mailand schloss die Piaggio-Aktie zuletzt bei 1,819 Euro, ein Minus von 1,41% zum Vortag. Damit setzt sich der längerfristige Negativtrend fort: Innerhalb eines Monats verlor das Papier 2,1%, über ein Jahr betrachtet sogar 14,3%.
Bewertung im Branchenvergleich
Die Frage, ob die Aktie durch den Verkauf in ein unterbewertetes Terrain gedrückt wurde, stellt sich für viele Marktteilnehmer. Laut Morningstar notiert das Unternehmen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 17,0. Auffällig ist das niedrige Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von nur 0,41.
Dieser Wert deutet auf einen branchenweiten Bewertungsabschlag im europäischen Zweiradsektor hin. Zum Vergleich: Auch der kürzlich umfirmierte Konkurrent Bajaj Mobility AG (ehemals Pierer Mobility) handelt mit einem KUV von 0,4. Das Problem scheint somit nicht auf Piaggio allein begrenzt zu sein.
Dividendenrendite vs. Fair-Value-Schätzungen
Trotz der schwachen Kursentwicklung bleibt die Ausschüttung für Aktionäre ein wichtiger Faktor. Bei einem aktuellen Kurs von 1,819 Euro und der letzten Dividende von 0,04 Euro pro Aktie ergibt sich eine attraktive Dividendenrendite von 4,4%.
Analystenmodelle zeichnen jedoch ein uneinheitliches Bild vom Potenzial:
* Morningstar beziffert den Fair Value quantitativ auf 4,18 Euro (Stand: 10. Januar 2026), was eine erhebliche theoretische Diskrepanz zum aktuellen Kurs darstellt.
* Konservativere Modelle, wie von TIKR, sehen ein Kursziel von 2,00 Euro bis 2027 vor. Diese Prognose basiert auf einer angenommenen jährlichen Rendite von etwa 10,9%, geht aber von einem leichten Umsatzrückgang von 0,1% aus.
Ausblick auf den nächsten Katalysator
Der unmittelbare Fokus der Anleger liegt nun auf der Sitzung des Verwaltungsrats zur Billigung der Jahresabschlüsse am 5. März 2026. Dieses Ereignis wird zeigen, ob das Unternehmen den rückläufigen Umsatztrend aus dem Jahr 2024 (konsolidierter Nettoumsatz: 1,7 Mrd. Euro) stoppen kann.
Der Wettbewerbsdruck bleibt hoch. Während Konkurrenten wie KTM/Bajaj Mobility ihre Strukturen straffen und sich auf Kernmarken konzentrieren, verlor Piaggio seinen Marktanteil im europäischen Rollersegment von 21,4% in der ersten Jahreshälfte 2024 auf 18% in der ersten Hälfte 2025. Die Finanzzahlen im März werden ein Indikator für die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens gegen diese branchenweiten Herausforderungen sein.
Piaggio & C.-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Piaggio & C.-Analyse vom 18. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Piaggio & C.-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Piaggio & C.-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Piaggio & C.: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








