Novo Nordisk befindet sich kurz vor den kommenden Quartalszahlen in einer komplexen Gemengelage. Während Analysten wegen der starken Konkurrenz durch Eli Lilly zur Vorsicht mahnen, deuten erste Daten zur neuen Schluckimpfung auf einen überraschend starken Verkaufsstart hin. Anleger blicken nun auf den kommenden Finanzbericht: Kann der dänische Pharmariese die Wachstumserwartungen gegen den Wettbewerbsdruck verteidigen?

Analysten sehen Konkurrenzdruck

BMO Capital Markets hat am Montag das Kursziel für die ADRs von Novo Nordisk zwar von 47 auf 57 US-Dollar angehoben, behält das Votum jedoch bei „Market Perform“. Der Grund für die zurückhaltende Einstufung liegt im verschärften Wettbewerb auf dem Adipositas-Markt.

Die Analysten verweisen darauf, dass die Verschreibungszahlen für die Abnehmspritze Wegovy im vierten Quartal 2025 weitgehend stagnierten. Im direkten Vergleich konnte das Konkurrenzprodukt Zepbound von Eli Lilly im selben Zeitraum ein Wachstum von 17 Prozent verzeichnen. Als Reaktion darauf senkte BMO die Umsatzprognosen für Wegovy für das laufende Jahr.

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Hoffnungsträger startet stark

Positive Impulse kommen hingegen vom Marktstart der oralen Wegovy-Version im Januar 2026. Marktbeobachter werten die ersten Daten als Indiz für eine hohe Nachfrage:
* Initialphase: In den ersten Tagen wurden bereits rund 3.100 Verschreibungen registriert.
* Beschleunigung: In der ersten vollen Woche sprang diese Zahl auf über 18.000 Verschreibungen.

Diese Dynamik deutet darauf hin, dass die Tablette nicht nur bestehende Patienten umschichtet, sondern den Gesamtmarkt erweitert. Unterstützend wirkt die Prognose, dass durch die Integration neuer Produktionsstätten die Lieferkapazitäten in den USA bis Mitte 2026 verdoppelt werden könnten, was bisherige Engpässe auflösen würde.

Bewertung und Ausblick

Ein Blick auf die fundamentalen Kennzahlen zeigt eine Diskrepanz zwischen den beiden Marktführern. Novo Nordisk wird aktuell mit einem erwarteten KGV von etwa 18 gehandelt und ist damit deutlich günstiger bewertet als Eli Lilly mit einem Faktor von rund 32,5. Die Aktie konnte seit Jahresanfang bereits um gut 20 Prozent zulegen und schloss zuletzt bei 53,79 Euro.

Entscheidend für die weitere Richtung wird der Quartalsbericht am 4. Februar 2026 sein. Nachdem im dritten Quartal zwar der Gewinn die Erwartungen übertraf, der Umsatz jedoch enttäuschte, warten Investoren nun auf konkrete Zahlen zur Performance im wichtigen Schlussquartal.

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